Studie von SocGén Securities Services Verbessertes Geschäftsmodell reicht für Asset Manager nicht aus

Für die Studie von SocGén Securities Services wurden 100 Führungskrafte von 66 Unternehmen befragt.  | © SocGén Security Services

Für die Studie von SocGén Securities Services wurden 100 Führungskrafte von 66 Unternehmen befragt. Foto: SocGén Security Services

Regulatorik und neue Technologien werden die Investmentbranche in den kommenden Jahren so stark verändern, dass marginale Anpassungen des Geschäftsmodells nicht mehr ausreichen, um das Überleben von Asset Managern zu sichern. Das ist ein Ergebnis der Umfrage „Taking the Long View“ von Société Générale Securities Services (SGSS) unter 100 europäischen Vermögensverwaltern, institutionellen Investoren sowie Real-Estate- und Private-Equity-Managern.

82 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Regulatorik ihr Geschäft am stärksten beeinflusst. Hauptursache ist der deutliche Anstieg der Kosten, insbesondere durch Mifid II. Ein Studienteilnehmer drückt es so aus: „Die Regulatorik ist wie die globale Erwärmung. So wie der Klimawandel den natürlichen Lebensraum der Eisbären immer mehr bedroht, so bedroht die Regulatorik den der Asset Manager.“

55 Prozent der Asset Manager erachten zudem den Gebührenwettbewerb als Belastung für ihr Geschäft. Die Gründe: Zunehmende Konkurrenz durch günstigere passive Produkte, der durch institutionelle Investoren ausgeübte Margendruck sowie aggressive Gebührensenkungen durch große Asset Manager, die Marktanteile gewinnen wollen. Unter dem Strich bedeutet das steigende Kosten und erodierende Gewinnmargen.

Die Schlussfolgerung daraus lautet: Es reicht nicht mehr aus, marginale Anpassungen vorzunehmen. Vielmehr geht es darum, das gesamte Geschäftsmodell auf den Prüfstand zu stellen und es an das neue Umfeld anzupassen.

Das betrifft bei den Asset Managern zum Beispiel die Vertriebsstrategie: 37 Prozent geben an, die bestehenden Vertriebsstrukturen stärken zu wollen, andere nennen die Forcierung des Retail-Geschäfts oder die geografische Expansion als geeigneten Weg.

Die Umsetzung soll bei 41 Prozent über Kooperationen im Vertriebsbereich erfolgen, für 25 Prozent sind bessere Kenntnisse über die Kundenbedürfnisse ein Schlüssel zum Erfolg.