Studie von Roland Berger Fintechs suchen die Zusammenarbeit mit etablierten Anbietern

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Weiterhin sind Fintechs skeptisch, dass die etablierten Wettbewerber für einen digitalen Wandel tatsächlich bereit sind. Nur 15 Prozent erkennen hier gute Voraussetzungen bei Banken - bei Versicherungen sind es 14 Prozent. 95 Prozent sind überzeugt, über umfangreichere digitale Kompetenzen zu verfügen als klassische Dienstleister.

Für die Studienteilnehmer versprechen die Segmente Investitionen und Asset Management (55 Prozent), Zahlungsverkehr (54 Prozent) und Crowdfunding (52 Prozent) das größte Wachstumspotenzial. Zwei Drittel der Unternehmen rechnen mit einem starken Marktwachstum in ihrem jeweiligen Bereich, wobei Anbieter von Crowdfunding- und Crypto/Blockchain-Lösungen am optimistischsten sind.

Dabei konzentrieren sich Jungunternehmer vor allem auf B2B-Angebote. Vermehrt sind die Startups aber interessiert, ihre Services neben Geschäfts- auch Privatkunden zur Verfügung zu stellen. „Europäische Fintechs fokussieren sich überwiegend auf neue Lösungen an einem Punkt der Wertschöpfungskette. Mehrheitlich operieren sie nur in einem Markt, planen aber in den kommenden Jahren in neue Länder zu expandieren“, sagt Krause-Ablass.

Geht es um die wichtigsten Kriterien für sie Standortwahl, so achten Fintechs in erster Linie auf gute Möglichkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Danach folgen die Aufgeschlossenheit der Regulierungsbehörden sowie starke Netzwerke und Investoren vor Ort. Aktuell sehen Gründer die besten Bedingungen für ihr Geschäft in Großbritannien, Irland und Frankreich.

„Starre Regulierung und eine überschaubare Investorenlandschaft verhindern ein besseres Abschneiden von Deutschland im europäischen Vergleich“, sagt Hach. „Fintechs finden hierzulande genügend vielversprechende Talente. Um sie und damit Innovationen zu fördern, sind klare Vorgaben der Regulatoren notwendig. Hilfreich sind zudem die Bereitstellung von Informationen zu rechtlichen Fragestellungen und die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.“

Die Studie im englischen Original gibt es hier als pdf.

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