Studie von Jane Street Wie institutionelle Anleger ETFs einsetzen

Die ETF-Studie von Jane Street: Die Umfrage zeigt deutliche regionale Unterschiede zwischen europäischen, asiatischen und US-Investoren.  | © Jane Street

Die ETF-Studie von Jane Street: Die Umfrage zeigt deutliche regionale Unterschiede zwischen europäischen, asiatischen und US-Investoren. Foto: Jane Street

Der durchschnittliche institutionelle Anleger ist mit 19 Prozent seiner Assets in ETFs investiert, also zu knapp einem Fünftel. Das ist ein Ergebnisse der Studie „Global trends in institutional ETF trading” des ETF-Market-Makers Jane Street mit Sitz in New York. Zum Vergleich: Anfang vergangenen Jahres hatte der Anteil an ETFs in institutionellen Portfolios laut einer Blackrock-Studie noch bei etwa einem Zehntel (9,3 Prozent) gelegen.

Zugleich ist der Anteil institutioneller Investoren mit 50 oder mehr ETF-Trades pro Monat in Europa weltweit am höchsten. Demnach gaben 42 Prozent der europäischen Befragten an, pro Monat im Schnitt mindestens 50 ETF-Käufe oder -Verkäufe zu tätigen.

In deutlichem Gegensatz dazu antworteten in Asien mehr als die Hälfte der Befragungsteilnehmer, im selben Zeitraum lediglich zehn oder weniger ETF-Trades  vorzunehmen.

Insgesamt betrachtet lag der Anteil von Anlegern mit mehr als 50 ETF-Trades im Monat bei 30 Prozent, während 36 Prozent mit 10 oder weniger vornahmen. An der Befragung nahmen weltweit 210 Institutionelle Investoren teil, darunter 86 aus den USA, 79 aus Europa und 45 asiatische Großanleger.

Die Größenordnungen sind auch in Sachen Volumen einzelner Trades beachtlich: 21 Prozent der Umfrageteilnehmer führten im vergangenen Jahr Transaktionen in Höhe von mehr als 100 Millionen US-Dollar durch.

Bei den Gründen, in ETFs zu investieren, herrscht eine Mischung aus Kerninvestment und taktischen Zielen vor, die gemeinsam mehr als 50 Prozent der Angaben ausmachen. Hier heben sich die Europäer erneut vom Durchschnitt ab, indem sie Indexfonds zu 32 Prozent zu taktischen Zwecken einsetzen, verglichen mit 26 Prozent im internationalen Durchschnitt.

Während ETFs auf dem amerikanischen Kontinent verhältnismäßig oft auch bei breit angelegten Umschichtungen der Asset Allocation zum Einsatz kommen, nutzen asiatische Großanleger sie eher zum Risikomanagement und Hedgen.


Über die Studie:
Für die Studie „Global trends in institutional ETF trading” befragte Risk.net im Auftrag von Jane Street zwischen April und August 2017 insgesamt 210 institutionelle Anleger weltweit, darunter 113 Asset Manager und Hedgefonds, 40 Private-Wealth-Plattformen und Family Offices, 23 Versicherer, 16 Pensionsfonds und 8 Staatsfonds.