Studie von App Audit Vermögensverwalter konnten Provisionsüberschüsse deutlich steigern

Startseite der jüngsten Studie von App Audit. Die Wirtschaftprüfgesellschaft sieht sich einmal pro Jahr die Geschäftszahlen deutscher Vermögensverwalter an. | © App Audit

Startseite der jüngsten Studie von App Audit. Die Wirtschaftprüfgesellschaft sieht sich einmal pro Jahr die Geschäftszahlen deutscher Vermögensverwalter an. Foto: App Audit

2017 war ein blendendes Aktienjahr – einen Abglanz davon sieht man auch in den Jahresergebnissen deutscher Finanzanlageprofis. Einmal pro Jahr durchleuchtet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft App Audit die Geschäftsergebnisse deutscher Vermögensverwalter. Ziel der Analyse ist es herauszufinden, wie die Häuser wirtschaftlich dastehen und wie effizient sie arbeiten. Das wird unter anderem an den Provisionserträgen deutlich.

Berücksichtigung in der Studie finden alle Marktteilnehmer, die Mitglied im Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VuV) sind und die zum Zeitpunkt der Daten-Recherche – in diesem Fall im Juni 2019 ­– ihre Ergebnisse bereits veröffentlicht haben. 200 Unternehmen waren Gegenstand der jüngsten Analyse. Das Spektrum reicht von kleineren Anbietern bis zu Instituten mit mehr als 80 Beschäftigten. Im Durchschnitt waren rund 10 Mitarbeiter bei den Unternehmen beschäftigt.

Die Wirtschaftsprüfer von App Audit teilen die Unternehmen nach Höhe ihrer Provisionserträge in drei Gruppen.

Alle Grafiken: App Audit

Laut der Studie sind die Provisionsüberschüsse der untersuchten Anbieter im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr deutlich in die Höhe geklettert – nämlich um 36 Prozent: von 581 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 792 Millionen Euro im Jahr 2017. Von der positiven Entwicklung profitierten insbesondere die großen Vermögensverwaltungen (Grupppe 1). Mehr als 644 Millionen Euro Provisionsüberschuss gehen allein auf ihr Konto.

Der Abstand zwischen den großen Vermögensverwaltern am Markt und anderen Marktteilnehmern sei in vergangenen Jahren stetig größer geworden, beobachten die Studienautoren. Ihre Vermutung: „Möglicherweise ist dies ein Indiz, dass die seit Jahren beschworene aber bisher noch nicht in nennenswertem Umfang eingetretene Marktkonsolidierung unter den Unternehmen demnächst tatsächlich ansteht.“