Studie vom BAI zu Denomitor-Effekt, Inflation und Co. So diversifizieren institutionelle Investoren ihr Alternatives-Portfolio

Philipp Bunnenberg, Leiter alternative Märkte beim BAI.

Philipp Bunnenberg, Leiter alternative Märkte beim BAI. Bildquelle: BAI

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Institutionelle Investoren in Deutschland diversifizieren ihre Portfolios für alternative Investments. Das zeigt eine Studie vom Bundesverband Alternative Investments (BAI). Dazu befragte der Verband in den vergangenen Monaten 111 deutsche institutionelle Investoren, die gut 2,3 Billionen Euro Assets under Management (AuM) verwalten.

„Trotz eines herausfordernden Marktumfelds haben viele Investoren ihre Portfoliodiversifikation über zusätzliche alternative Assetklassen vorangetrieben. Die gestiegene Erfahrung deutscher institutioneller Investoren spiegelt sich in zunehmend sophistizierten Strategien wider“, sagt Philipp Bunnenberg, Leiter alternative Märkte beim BAI. Man beobachte seit zwei Jahren eine höhere Nachfrage für Nischenstrategien und in allen Assetklassen mehr Co-Investments.

Große Nachfrage nach Private Debt und Infrastrukturstrategien 

In den kommenden zwölf Monaten erwartet der BAI laut Bunnenberg die größte Nachfrage bei Private Debt und Infrastruktur. Ferner werde auch das Private Equity Fundraising im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder an Fahrt aufnehmen. 

„Gerade auch bei der Anlageklasse Infrastruktur zeigt sich, dass Regulierung und Steuern die deutliche gestiegene Nachfrage abbilden und flankieren müssen“, sagt BAI-Geschäftsführer Frank Dornseifer. Obwohl sich der Immobilienmarkt langsam erholt, bleiben Investoren vorsichtig und verringern ihre bisher hohe Allokation.

Asset Manager unterschätzen Expertise der institutionellen Investoren

Bei der Nachfrage könnten die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Initiativen wie die geänderte Anlageverordnung wichtige Impulse liefern. Aber auch die erhöhte Risikokapitalquote und eingeführte Infrastrukturquote, sowie die modifizierten steuerlichen Regelungen für Infrastruktur sind laut Dornseifer für Investoren und die deutsche Volkswirtschaft enorm wichtig.

Insgesamt zeige sich, dass institutionelle Investoren durchaus mit den meisten Herausforderungen umgehen könnten. General Partner (GPs) also Asset Manager kennen demnach die Probleme der institutionellen Investoren, auch Limited Partners ( LPs) genannt. Dafür unterschätzen diese laut den Studienautoren die Erfahrung und Expertise von Investoren.

 

Im Vergleich zum Vorjahr spielen Inflation und höhere Zinsen bei Anlageentscheidungen keine dominierende Rolle mehr. Auch der Denominator-Effekt gehören für die meisten Anleger der Vergangenheit an. Allerdings wünschen sich Investoren mehr Informationen und Transparenz, sowie – wenig überraschend – niedrigere Gebühren.


Die gesamte Studie finden Sie hier

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