Studie von LBBW Resarch Wohnimmobilien: Steigende Mietrenditen, aber hoher Investitionsbedarf

Neubaugebiet in Berlin-Schöneberg

Neubaugebiet in Berlin-Schöneberg: Auch im Rezessionsumfeld bieten Wohnimmobilien nach Ansicht von LBBW Research einen guten Schutz. Foto: imago images/Schöning

Auch in Zeiten einer Rezession bleiben Immobilien nach Ansicht des LBBW Research ein guter Schutz vor Wertverlusten. In einer aktuellen Studie zur Entwicklung des Immobilienmarktes im zweiten Quartal 2022 stellt die Denkfabrik der Landesbank Baden-​Württemberg fest, dass Immobilien zwar grundsätzlich an Attraktivität gegenüber Anleihen eingebüßt haben, Wohnimmobilien als Anlage aber vergleichsweise attraktiv bleiben.

Mietrenditen für institutionelle Investoren dürften ansteigen

Institutionelle Investoren dürften mit einem Anstieg der Mietrenditen rechnen. Die kräftigen Preisanstiege bei Wohngebäuden in den vergangenen Jahren seien nur durch das historisch niedrige Zinsniveau zu rechtfertigen gewesen. Bei steigenden Zinsen werden sich die Preise jedoch wieder schwächer als die Mieten entwickeln. Insgesamt rechnet LBBW Research in den kommenden Jahren mit einer Seitwärtsentwicklung der Preise, schließt aber kurzfristige Wertverluste für Investoren nicht aus.

 

 

Für private und gewerbliche Immobilienbesitzer rücke das Thema Energieeffizienz von Gebäuden zunehmend in den Fokus – einerseits wegen stark gestiegener Energiepreise, andererseits wegen der Sorge vor möglichen Versorgungsausfällen.

Energieeffizienz von Gebäuden: Hohe Investitionen notwendig

Die EU verlangt, dass bis 2030 die am wenigsten effizienten 15 Prozent aller Wohngebäude in eine höhere Effizienzklasse gebracht werden müssen, bis 2033 auch die Gebäude der zweitschlechtesten Klasse. Für die Umsetzung sind hohe Investitionen der Eigentümer nötig, um künftigen Effizienz-Anforderungen gerecht zu werden. „Das Geld dürfte gleichwohl gut angelegt sein, denn die Energieeffizienz eines Gebäudes dürfte einen zunehmend wichtigeren Faktor für dessen Marktwert darstellen“, sagt LBBW-Immobilienmarkt-Analyst Martin Güth.

Vorausgesetzt, man besitzt eine Immobilie oder kann eine ergattern: Denn der ausgedünnte Immobilienmarkt wird angesichts gestiegener Zinsen, explodierender Materialpreise sowie Material- und Fachkräftemangel durch ein ganzes Bündel von Faktoren eingeengt.