Vermögendenzählung Studie: Mehr Superreiche in Deutschland

Wer so viel Gold hat, ist zweifelsfrei superreich. | © Fotolia

Wer so viel Gold hat, ist zweifelsfrei superreich. Foto: Fotolia

Der Wealth-X-Report kümmert sich nur um Menschen, die mehr als 30 Millionen US-Dollar in Aktien, Anteilen, Cash, Immobilien, Sammlungen und anderen Anlageklassen haben. Diese Superreichen und ihr Vermögen zählt die Unternehmensberatung regelmäßig. Laut der aktuellen Studie gibt es in Deutschland, Frankreich und Italien insgesamt 22.612 UHNWIs, die zusammen 2,9 Billionen Dollar besitzen.

Doch während der Klub der Superreichen seit vorigem Jahr 231 neue deutsche Mitglieder aufgenommen hat, verabschiedeten sich im selben Zeitraum 121 Franzosen und 63 Italiener.

Insgesamt kommen 16.156 UHNWI aus Deutschland, 4279 aus Frankreich und nur 2177 aus Italien. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Deutsche den größten Anteil am Klubvermögen besitzen – schätzungsweise 2185 Milliarden Dollar. Franzosen halten einen Anteil von 505 Milliarden und die Italiener 285 Milliarden Dollar.

Unter den Superreichen gibt es noch weitere Abstufungen. So gibt es in Deutschland mindestens 71 Milliardäre, die zusammengerechnet ein Vermögen von 415 Milliarden Dollar haben. Damit besitzen sie 19 Prozent des gesamten Vermögens der superreichen Deutschen.

In Italien teilen sich 18 Milliardäre 32 Prozent des UHNWI-Vermögens, das immerhin 90 Milliarden Dollar umfasst.

Die Studie zählt jedoch nicht nur die UHNWIs und ihre Vermögen, sondern sie schaut auch nach, woher das Geld stammt. Deshalb können die Forscher auch das alte Vorurteil ausräumen, dass Vermögen meist geerbt seien: Tatsächlich haben 52 Prozent der französischen, 44 Prozent der italienischen und 40 Prozent der deutschen Superreichen ihr Vermögen selbst erarbeitet. 17 Prozent der Italiener und 18 Prozent sowohl der Deutschen als auch der Franzosen haben lediglich ein Teil ihres Vermögens geerbt.