Studie des Bayerischen Finanz Zentrums Investmentsteuerreform trifft jedes zweite Family Office unvorbereitet

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Zugleich sind die Rentenbestände der Family Offices auf durchschnittlich knapp 18 Prozent geschrumpft. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 lag der Rentenanteil an der Asset Allocation insgesamt noch bei mehr als 23 Prozent, während Aktien nur auf 25 Prozent kamen. Das heißt, der Rentenanteil wurde zugunsten von Aktien reduziert.

Zugleich haben die Family Offices auf die Niedrigzinsen und Anleihekäufe der Zentralbanken reagiert und Staatsanleihen auf 11 Prozent ihrer Portfolios reduziert. Als Ersatz scheinen zum Teil Unternehmensanleihen aus dem Investment-Grade-Bereich zu dienen, die mit knapp 39 Prozent größte Gruppe innerhalb des Rententeils im Portfolio darstellen. Dazu scheinen viele Family Offices auf der Suche nach Rendite stärker ins Risiko zu gehen. So finden sich auch zunehmend Hochzinstitel (etwa 33 Prozent) und Emerging-Market-Anleihen (knapp 17 Prozent) in den Portfolien der Geldverwalter der vermögenden Klienten.

Bei den geplanten Änderungen an der Asset Allokation steht eine Erhöhung der Quote im Unternehmensbereich ganz oben auf der Liste der Family Offices steht: Jeder fünfte gab an, die Aktienquote und Private Equity in Form von Direktbeteiligungen in den kommenden sechs Monaten erhöhen zu wollen. Dazu kommen knapp 14 Prozent, die eine Erhöhung ihrer Investments in Private Equity Fonds planen. Dazu kommen übrigens rund elf Prozent, die die Erhöhung ihres Anteils an Venture Capital planen.

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Weiter gaben gut zwölf Prozent der Befragten an, ihre Liquidität erhöhen zu wollen. Zudem ist ein steigendes Interesse an Private Debt und an Rohstoffen, deren Preise seit Anfang 2016 deutlich zugelegt haben, festzustellen, wo immerhin jeweils elf Prozent eine Aufstockung ihrer Investments planen. Und schließlich spiegelt sich in den Antworten der Family Offices auch die Situation am Anleihemarkt mit niedrigen bis negativen Renditen und einer drohenden Zinswende wider. Nur 1,4 Prozent planen hier eine Erhöhung.

Dagegen planen 20 Prozent ihren Anleihe-Anteil im Portfolio in den kommenden sechs Monaten zu reduzieren, rund 17 Prozent wollen Liquidität abbauen, gut zwölf Prozent ihren Aktienanteil und rund zehn Prozent ihr Immobilien-Exposure.


Über die Studie:
Datenbasis sind die Auswertungen von insgesamt 72 vollständig beantworteten Fragebögen. Der Teilnehmerkreis setzt sich aus 33 Family Offices mit Sitz in der Schweiz, 33 in Deutschland und sechs in anderen Ländern zusammen. Untergliedert nach dem Typus des jeweiligen Family Offices nahmen an der Studie insgesamt 21 Single Family Offices und 51 Multi Family Offices teil. Differenziert nach der Anzahl der betreuten Familien sind es 21 Multi Family Offices mit mehr als zehn Familien, 14 Multi Family Offices mit sechs bis zehn Familien und 16 mit zwei bis fünf Familien.

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