Öffentliche Investoren im Vergleich Asiaten haben den größten Rentenstrumpf

Die Global-Public-Investor-Studie gilt als die größte und umfangreichste Übersicht über die Investments von Pensionseinrichtungen, Staatsfonds und Zentralbanken.  | © OMFIF

Die Global-Public-Investor-Studie gilt als die größte und umfangreichste Übersicht über die Investments von Pensionseinrichtungen, Staatsfonds und Zentralbanken. Foto: OMFIF

Die Vermögensanlagen großer öffentlicher Investoren wie Staatsfonds, Pensionseinrichtungen und Zentralbanken sind im vergangenen Jahr weiter angeschwollen. Das zeigt der 6. Jahresbericht der in London und Singapur angesiedelten Denkfabrik Official Monetary and Financial Institutions Forum (OMFIF).

Wie dem aktuellen Jahresbericht „Global Public Investor 2019“ zu entnehmen ist, wuchsen die von Staatsfonds (Sovereign Funds) verwalteten Vermögenswerte im vergangenen Jahr um stolze 7,9 Prozent auf 8,6 Billionen US-Dollar. Die Geldanlagen von Pensionseinrichtungen wiederum kletterten binnen Jahresfrist um 4,8 Prozent auf 15,7 Billionen US-Dollar zum Stichtag 31. Dezember 2018. Das OMFIF stuft auch Zentralbanken als Großanleger ein. In dem Segment stagnierten die Anlagen laut dem Official Monetary and Financial Institutions Forum mit einem Plus von 0,1 Prozent auf dem Niveau von 2017: 13,5 Billionen US-Dollar.

Wie die folgende Abbildung zeigt, verwalteten die 750 von der Denkfabrik als „globale öffentliche Investoren“ berücksichtigten Anleger aus 183 Ländern am Ende des vergangenen Jahres Vermögenswerte in Höhe von 37,8 Billionen US-Dollar. Das waren 3,7 Prozent mehr als 2017.

Auf lokaler Ebene verbuchten die öffentlichen Investoren in Nordamerika ein Plus von 6 Prozent auf 9,3 Billionen US-Dollar. Die Vermögenswerte der Zentralbanken, Pensionseinrichtungen und Staatsfonds in Europa wuchsen nach Berechnungen des OMFIF im vergangenen Jahr um 3 Prozent auf 7,8 Billionen US-Dollar. Das ist etwas mehr als die Hälfte dessen, was öffentliche Investoren in der Region Asien-Pazifik auf die Waage bringen: 14,3 Billionen US-Dollar und damit 1,9 Prozent mehr als 2017. Der größte Pensionsfonds der Welt, der japanische Government Pension Investment Fund, litt im vergangenen Jahr allerdings unter den weltweit sinkenden Aktienmärkten und verbuchte einen Vermögensrückgang um 6 Prozent. Etwa die Hälfte des Portfolios besteht aus Aktien. 

Einen Überblick über die Entwicklung der einzelnen Investorengruppen in den lokalen Märkten gibt die folgende Abbildung. Daraus geht beispielsweise hervor, dass die Vermögenswerte von Pensionseinrichtungen, Staatsfonds und Zentralbanken in der Region Asien-Pazifik seit Jahren weltweit das größte Gewicht haben. 


Über die Studie:
Die Global-Public-Investor-Studie der Denkfabrik Official Monetary and Financial Institutions Forum (OMFIF) erschien 2019 zum sechsten Mal. Sie gilt als die größte und umfangreichste Übersicht über die Investments von Pensionseinrichtungen, Staatsfonds und Zentralbanken. Diese darin betrachteten 750 Großanleger verwalten Vermögenswerte, die etwa 43 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung entsprechen.