Schwerpunkt Industrie-Immobilien Stonevest startet Investment- und Asset-Management-Plattform

Blick über Zürich

Blick über Zürich: Der Asset Manager Stonevest hat hier seinen Sitz, seine Investment-Plattform aber unter luxemburgischen Recht aufgelegt. Foto: Imago Images / Westend 61

Die Immobilienmanager Wulf Meinel und Bruce Jenyon haben den Investment- und Asset-Manager Stonevest gegründet. Das in Zürich ansässige Unternehmen will in den kommenden drei bis fünf Jahren rund 500 Millionen Euro in Leichtindustrie- und Logistikimmobilien im deutschsprachigen Raum investieren. Um dies zu erreichen, hat Stonevest die Investment-Plattform Industrial Property Europe (IPE) unter luxemburgischem Recht aufgelegt.

Mit den bisherigen Kapitalzusagen von ersten Geldgebern sind bislang Investitionen von bis zu 100 Millionen Euro möglich. Die Gelder werden von institutionellen Investoren und Family Offices eingesammelt. Stonevest agiert als Co-Investor und Asset Manager.

In Deutschland hat die IPE-Plattform erste Investitionen getätigt. Im Rahmen von Off-Market-Deals wurden zwei Industriemmobilien mit einem Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro in Bayern erworben, beide sind langfristig vermietet.

„Allein in Deutschland liegt das betriebliche Immobilienvermögen bei rund 2,1 Billionen Euro. Hiervon entfallen 35 Prozent auf Light-Industrial-Immobilien. Davon sind derzeit jedoch nur zirka 100 Milliarden Euro von institutionellen Investoren gehalten. Dieser Anteil wird sich perspektivisch erhöhen”, sagt Wulf Meinel, ehemaliger Chef des deutschen Immobiliengeschäfts von Carlyle und bis 2019 Chef von Frasers Property Europe. „Denn wir verzeichnen eine wachsende Verkaufsbereitschaft bei den Eigentümern dieser Unternehmensimmobilien. Gleichzeitig sehen wir auf Investorenseite ein sehr hohes Interesse von Family Offices und institutionellen Anlegern an dieser Assetklasse.“

Stonevest plant weitere Objekt-Ankäufe von mittelständischen Unternehmen in der Dach-Region. Dort sind Einzel-Investments im Wert von jeweils rund 10 bis 50 Millionen Eruo in Neubauten und Bestandsimmobilien vorgesehen, die von Technologie- und Produktionsunternehmen verkauft und zurückgemietet werden. Für diese Immobilien verfolgt Stonevest einen „Manage to Core“-Ansatz.