Neue Statistik Stellenabbau im deutschen Kreditgewerbe hält an – verlangsamt sich aber

Baustelle in einem Hochhaus im Frankfurter Bankenviertel

Baustelle in einem Hochhaus im Frankfurter Bankenviertel: Der Personalabbau im privaten Bankgewerbe in Deutschland hat sich in 2022 verlangsamt. Foto: Imago Images/CHROMORANGE

Mehr als 5.000 Jobs haben deutsche Banken innerhalb vergangenes Jahr abgebaut. Die Zahl der Beschäftigten im Kreditgewerbe ist 2022 auf 535.600 gesunken (Vorjahr: 540.950). Damit hält der seit Jahren anhaltende Personalabbau zwar an, verlangsamt sich aber. Während in 2022 rund 1,0 Prozent der Stellen gestrichen wurden, waren es in den beiden Vorjahren noch 2,1 und 1,6 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) in seiner aktuellen Beschäftigtenerhebung.

Erhöhter Bedarf an Fachkräften bei privaten Banken

Bei den privaten Banken und Bausparkassen hat die Beschäftigtenzahl im vergangenen Jahr weniger stark abgenommen. Nach dem deutlichen Rückgang in den Vorjahren sank der Personalstand um 0,7 Prozent: Zum Jahresende 2022 waren hier rund 155.100 Personen beschäftigt (Vorjahr: 156.250). Damit stabilisiere sich nach dem Abschluss großer Restrukturierungsprogramme das Beschäftigungsniveau in der Branche, eine Reihe von Unternehmen hätten auch Personal aufgebaut, so der AGV Banken.

Insgesamt zeigt sich bei den privaten Banken darüber hinaus ein erhöhter Bedarf an Fachkräften für den anhaltenden Umbau der Geschäftsmodelle im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und Regulierung, aber auch in der Kundenberatung.

 

Gut ein Drittel weibliche Führungskräfte

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen im privaten Bankgewerbe hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert: 2022 stieg der Anteil lediglich um 0,7 Prozentpunkte auf 35,9 Prozent aller außertariflich Angestellten weiblich. Leicht gesunken ist über alle Beschäftigten hinweg die Teilzeitquote: 25,5 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit (Vorjahr: 26,5 Prozent). Ebenfalls leicht gesunken ist der Anteil der Teilzeitkräfte unter den außertariflich Beschäftigten, er verringerte sich auf 16,0 Prozent (Vorjahr: 16,6).

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