Immobilienboom Deutsche Immobilien Invest bringt nächsten Spezial-AIF

Hausfassade eines modernen Lückenbaus in Berlin-Prenzlauer Berg: Die Deutsche Immobilien Invest legt einen geschlossenen Wohnimmobilienfonds auf.

Hausfassade eines modernen Lückenbaus in Berlin-Prenzlauer Berg: Die Deutsche Immobilien Invest legt einen geschlossenen Wohnimmobilienfonds auf. Foto: imago images / snapshot

Die auf Wohnimmobilien spezialisierte Deutsche Immobilien Invest (DII) hat einen weiteren geschlossenen Spezial-AIF aufgelegt. Die Manager des Anlagevehikels mit dem Namen „d.i.i. 41“ wollen in Bestandsimmobilien in den großen deutschen Metropolregionen investieren, darunter das Rhein-Main-Gebiet sowie Hamburg, Köln, Düsseldorf und Berlin. Die Fondsmanager wollen aber auch in die als „Mittelstädte“ bezeichneten Orte mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern investieren. 

Mit dem neuen Fonds spricht die 2006 in Wiesbaden gegründete Deutsche Immobilien Invest sowohl semiprofessionelle als auch professionelle Investoren an. Im Blickfeld der Hessen stehen demnach zum Beispiel Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen. Interessenten müssen mindestens 200.000 Euro beisteuern, um Fondsanteile zeichnen zu können. Der Fondsinitiator will bis zu 90 Millionen Euro bei Anlegern einsammeln. Ferner wollen die Hessen Kredite aufnehmen und dem Fonds so zu einem Zielinvestitionsvolumen von bis zu 250 Millionen Euro verhelfen.

Die Fondsmanager streben über die Laufzeit des Fonds hinweg eine interne Verzinsung für das gebundene Kapital (Internal Rate of Return, IRR) von 8,5 bis 9 Prozent an. Das setzt allerdings voraus, dass das Kapital zunächst erfolgreich in Wohnimmobilien angelegt und später auch wieder daraus abgezogen werden kann. Angaben zur geplanten Laufzeit des geschlossenen Fonds machte die Anlagegesellschaft nicht. 

Erst im Januar 2020 hatte die Deutsche Immobilien Invest einen geschlossenen Immobilienfonds aufgelegt: den „d.i.i. 15“. Mit dem Fonds in der Rechtsform der Investment-KG wollen die Wiesbadener in Grundstücke für Wohnprojektentwicklungen in Metropolregionen in Deutschland investieren. Das Investitionsvolumen des Fonds, dessen Laufzeit im Dezember 2026 enden soll, ist mit 120 Millionen Euro nur etwa halb so groß im Vergleich zum neuen Wohnimmobilienfonds „d.i.i. 41“. 

Wie das aktuell Beispiel zeigt, ist die Nachfrage nach Wohnimmobilien ungebrochen. Wer heute eine Bestandsimmobilie umbauen oder aufstocken möchten, benötigt neben Geld auch Geduld. Angesichts der Auftragslage auf dem Bau herrscht nach wie vor ein eklatanter Engpass, wie beim jüngsten Immobilien-Roundtable deutlich wurde.