Stefanie Grünert Pensionskasse holt Anlageprofi in den Vorstand

Der Kölner Dom mit der Hohenzollernbrücke im Vordergrund: Bei der Pensionskasse Deutscher Eisenbahnen und Straßenbahnen mit Sitz in Köln gibt es ein neues Vorstandsmitglied.  | © imago images / Westend61

Der Kölner Dom mit der Hohenzollernbrücke im Vordergrund: Bei der Pensionskasse Deutscher Eisenbahnen und Straßenbahnen mit Sitz in Köln gibt es ein neues Vorstandsmitglied. Foto: imago images / Westend61

Bei der Pensionskasse Deutscher Eisenbahnen und Straßenbahnen gibt es ein neues Vorstandsmitglied. Stefanie Grünert gehört seit diesem Jahr dem nun zweiköpfigen Vorstand dieses Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Köln an. Zweites Vorstandsmitglied der mittelgroßen Pensionskasse ist der Rechtsanwalt Hans-Peter Ackmann.

In der Pensionskassenstatistik der Finanzaufsicht Bafin nimmt die Pensionskasse mit einer Bilanzsumme von 660 Millionen Euro (Stand: 31. Dezember 2018) Rang 48 von insgesamt 133 gelisteten Pensionskassen ein. Das Kapitalanlagevolumen der Einrichtung lag an dem Stichtag bei 645 Millionen Euro. 

Grünert ist Spezialistin auf dem Gebiet der institutionellen Kapitalanlage und des Bilanzstrukturmanagements (Asset-Liability-Management, ALM). Von 2015 bis 2019 arbeitete die Absolventin eines Master-Studiengangs an der Gutenberg-Universität Mainz für die Zusatzversorgungskasse (ZVK) der Stadt Köln. Ihr Arbeitsschwerpunkt als stellvertretende Geschäftsführerin lag auf dem Management der Kapitalanlagen dieser Pensionseinrichtung. 

Die ZVK hat die Stelle nach dem Weggang Grünerts noch nicht neu besetzt. Nach Angaben einer Sprecherin der Stadt Köln soll zunächst eine interne Neuorganisation vorgenommen werden. In der Zwischenzeit erledigt der Geschäftsführer der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln, Thomas Blaeser, auch die Aufgaben, die zuvor in der Verantwortung Grünerts lagen.

Ebenso wie zahlreiche andere Pensionseinrichtungen leidet auch die Pensionskasse Deutscher Eisenbahnen und Straßenbahnen unter zu niedrigen Renditen in der Kapitalanlage, die nicht an die Garantieversprechen der Vergangenheit heranreichen. Eine kleine Anfrage der AFD-Fraktion im Bundestag hatte im April 2020 ergeben, dass elf Pensionskassen eine Kürzung des sogenannten Rentenfaktors für künftige Rentenbeiträge beantragt haben, um ihre finanzielle Lage zu verbessern. Dazu zählt auch die Pensionskasse Deutscher Eisenbahnen und Straßenbahnen. Große Probleme gibt es beispielsweise bei der Sparkassen Pensionskasse. Die Eigentümer müssen ein Loch in der Bilanz stopfen.