Führungswechsel nach Übernahme Stefan Barth verlässt die Oldenburgische Landesbank

Stefan Barth verlässt die Oldenburgische Landesbank

Stefan Barth verlässt nach fünf erfolgreichen Jahren die Oldenburgische Landesbank im „gegenseitigen Einvernehmen“ . Bildquelle: Oldenburgische Landesbank

Stefan Barth verlässt die Oldenburgische Landesbank (OLB) Ende Januar laut Pressmitteilung im „gegenseitigen Einvernehmen“. Der Aufsichtsrat der Bank hat einer entsprechenden Vereinbarung zugestimmt. Seitdem im März 2024 herauskam, dass die OLB übernommen wird, wurde über Barths Verbleib spekuliert.

Erfolgreiche Bilanz

Barth leitete die OLB fünf Jahre lang und machte das Institut in dieser Zeit zu einer erfolgreichen, und profitabelen Bank im deutschen Markt. Unter seiner Führung verfolgte das Institut eine Akquisitionsstrategie und diversifizierte ihr Geschäftsmodell. Zu den Übernahmen zählten 2017 das Bankhaus Neelmeyer, die Bremer Kreditbank im Jahr darauf, die Wüstenrot Bank Pfandbriefbank 2019 sowie zuletzt 2024 die Degussa Bank.

Per Linkedin bedankt Barth sich bei seinem Team für Loyalität und Leidenschaft. Sein Ziel sei es gewesen, die OLB zu einem zukunftsfähigen „Powerhouse“ aufzustellen, was in den „anstrengenden Jahren“ gelungen sei.

Barth verlässt die OLB auf eigenen Wunsch und wird sich laut Pressemitteilung neuen beruflichen Aufgaben zuwenden. Seine nächste Karrierestation ist bislang nicht bekannt. Vor seiner Zeit bei der OLB hatte er leitende Verantwortlichkeiten bei der Bawag Gruppe, der Hypo Alpe und der Bayern LB inne. 

Jéhan kommt von der Targobank

Auf Barth folgt seit dem 2. Januar Christophe Jéhan als Geschäftsführer (CEO). Der Franzose war zuvor stellvertretender CEO der Targobank und dort unter anderem für das Privatkundengeschäft und die Transformation zuständig. Jéhan bleibt zusätzlich Teil der Geschäftsführung der Targo Deutschland. Den Großteil seiner Karriere, knapp 15 Jahre verbrachte Jéhan bei der BNP Paribas. Nach vier Jahren bei der Express Bak, wechselte er 2020 zur Crédit Mutuel Alliance Fédérale und  2021 zur Targobank nach Düsseldorf.

 

Der Personalwechsel erfolgt im Zuge der Übernahme der OLB durch die Crédit Mutuel Alliance Fédérale, die Muttergesellschaft der Targobank. Das Closing wurde am 2. Januar 2026 vollzogen, nachdem die Europäische Zentralbank und weitere Behörden die Transaktion freigegeben hatten. 

Mehr Verantwortung für Chevelard 

Isabelle Chevelard, die die Targo Deutschland führt und Vorstandsvorsitzende der Targobank ist, wird zudem neue Aufsichtsratsvorsitzende der OLB. Sie folgt auf John Denhof. Gemeinsam sind – laut Aussage der Bank – die Targobank und die OLB nach Bilanzsumme eine der Top-Ten-Banken unter den privaten Instituten in Deutschland.

Die OLB betreut unter den Marken OLB und Bankhaus Neelmeyer gut eine Million Kunden. Das Institut verfügt über ein Netz von 80 Filialen und beschäftigt rund 1.700 Mitarbeitende. Zum 30. Juni 2025 erzielte die Bank einen Bruttoertrag von knapp 380 Millionen Euro bei einer Cost-Income-Ratio von 44,4 Prozent sowie ein Nettoergebnis nach Steuern von 132,8 Millionen Euro.

 

Die Crédit Mutuel Alliance Fédérale beschäftigt gut 79.000 Mitarbeitende in 4.000 Filialen und betreut 31 Millionen Kunden. Die Gruppe bietet Dienstleistungen für Privatpersonen, Freiberufler und Unternehmen an und vereint 14 regionale Crédit Mutuel Verbände. Zur Gruppe gehören unter anderem die Caisse Fédérale de Crédit Mutuel, die Banque Fédérative du Crédit Mutuel sowie Tochtergesellschaften wie CIC, Euro-Information, Assurances du Crédit Mutuel, Targobank und OLB in Deutschland, Cofidis, Beobank in Belgien, Banque Européenne du Crédit Mutuel, Banque Transatlantique, Banque de Luxembourg und Homiris. 

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
Danke für Ihre Bewertung
Leser bewerteten diesen Artikel durchschnittlich mit 0 Sternen