Statistik der OECD EZB ist wichtigste Gläubigerin von EU-Staaten

Frankfurt am Main bei Nacht: Das Areal nahe dem Sitz der Europäischen Zentralbank im Stadtteil Ostend ist eine Großbaustelle.  | © imago images / Marcel Lorenz

Frankfurt am Main bei Nacht: Das Areal nahe dem Sitz der Europäischen Zentralbank im Stadtteil Ostend ist eine Großbaustelle. Foto: imago images / Marcel Lorenz

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist inzwischen der wichtigste Gläubiger der EU-Staaten. Laut Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hält die Zentralbank der 19 Mitgliedstaaten der Europäischen Union rund 36 Prozent der Staatsschulden Deutschlands. In Österreich sind es rund 27 Prozent – anteilig größter Schuldner sind die Niederlande mit etwa 37 Prozent der Staatsschulden, wie die Grafik des Statistik-Portals Statista abbildet.

Infografik: Europas größter Gläubiger ist die EZB | Statista 

Dass sich die EZB zur größten Gläubigerin der EU-Staaten entwickeln konnte, war 2007 nicht absehbar. In dem Jahr war die Zentralbank laut Statista noch völlig unbeteiligt an den Länderfinanzen.

Ein Jahr später musste sie viele EU-Staaten unterstützen, um die Folgen der Finanzkrise abzufedern. Seit 2015 ist es der Europäische Zentralbank zudem möglich im Rahmen des Public Sector Purchase Programme (PSPP) Staatsanleihen der europäischen Länder zu erwerben, um die Inflationsrate zu stabilisieren. 

Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie wurde im März das Pandemic Emergency Purchase Programme (Pepp) ins Leben gerufen. Dieses erlaubt der EZB weitere Anleihenkäufe von bis zu 1.350 Milliarden Euro bis zum Ende des Jahres 2021 und soll den EU-Staaten aus der Krise helfen.

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