Standartisierte Maßschneiderei Im Spagat zwischen persönlicher Beratung und skalierbarer Dienstleistung

Florian Hoffmann vom Kontora Family Office

Florian Hoffmann vom Kontora Family Office: Wie lässt sich das Dienstleistungsspektrum gezielt weiterentwickeln, um auch selektive Bedürfnisse zu befriedigen? Foto: Kontora Family Office

Multi Family Offices betreuen Vermögensträger in der Regel ganzheitlich. Sie agieren wie ein Dirigent, der sämtliche Prozesse im Blick hat, die das private Vermögen seiner Mandanten betreffen. Doch wie lässt sich das Dienstleistungsspektrum gezielt weiterentwickeln, um auch selektive Bedürfnisse zu befriedigen?

Um die Antwort vorwegzunehmen: Indem man das eine tut, ohne das andere zu lassen. Bei Kontora orientieren wir uns an der Grundidee, dass ein Family Office vor allem ein exzellenter Kapital-Allokator sein muss. Dazu gehört für uns die Berücksichtigung sämtlicher Anlageklassen, aber auch die Fähigkeit, den Wertschöpfungsprozess vollständig inhouse abbilden zu können – was die Auswahl der besten internationalen Manager und Direktinvestments einschließt. Die Umsetzung ambitionierter Portfolios erfordert allerdings das Meistern einer hohen Komplexität in der Prozess- und Systemsicherheit sowie im Bereich Personal.

Bei Kontora haben wir in den vergangenen 15 Jahren ein „Operating Model“ entwickelt, das zum einen unterschiedliche Anforderungen verschiedener Mandanten-Typen flexibel bedient und zum anderen prozesssicher, qualitativ hochwertig und agil funktioniert. Im Kern richten wir uns an drei Gruppen, denen wir ein maßgeschneidertes Dienstleistungsangebot machen: Dazu gehören Vermögensträger, die ganzheitliche Betreuung brauchen, etwa Unternehmerfamilien. Wir bieten aber auch gezielte Unterstützung im Investmentbereich und ergänzen bestehende Strukturen, beispielsweise im Feld Vermögensüberwachung.

Dieses „breite“ Dienstleistungsspektrum ist das Ergebnis der Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells. Wir begreifen uns als „klassisches“ Family Office, das seine Fähigkeiten auf weitere – artverwandte – Mandantengruppen skaliert. Bei der Konzeption unseres Angebots hat uns vor allem eine Frage beschäftigt: Wie schaffen wir es, unsere Systeme, Prozesse und personelle Ausstattung so aufzustellen, dass individuell-persönliche, aber auch möglichst effiziente Betreuung möglich ist?

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Welche Tools sind wichtig?

Dreh- und Angelpunkt unserer Anwendungsarchitektur sind zwei Systeme: QPLIX für die Vermögensüberwachung und -steuerung sowie D3 als zentrales Dokumentenmanagementsystem. Ergänzt werden diese Systeme durch JIRA (Steuerung von Projekten und Aufgaben) sowie Confluence (interne Wissensdatenbank). Diese Systemlandschaft dient allen Mandantengruppen. Den Anteil an individuellen Lösungen halten wir bewusst gering, was einen einfachen Grund hat: Weniger Komplexität führt zu niedrigeren Kosten, besserer User Experience und höherer Stabilität.