Tiefgreifender Umbau Das neue Private Banking von Donner & Reuschel

Vorstandssprecher Marcus Vitt zeichnet seit dem Abschied von Jörg Laser auch für das Private Banking von Donner & Reuschel verantwortlich.  | © Donner & Reuschel

Vorstandssprecher Marcus Vitt zeichnet seit dem Abschied von Jörg Laser auch für das Private Banking von Donner & Reuschel verantwortlich. Foto: Donner & Reuschel

Der kürzlich bekannt gewordene Umbau des Private Bankings von Donner & Reuschel geht weiter als bislang bekannt: Wie das private banking magazin aus Branchenkreisen erfuhr, kommt es zu tiefgreifenden Veränderungen der Organisation des Bereiches. Zudem will die Bank die Zahl der Mitarbeiter des Geschäftsfeldes im Süden auf künftig nur noch knapp 30 reduzieren. Die Informationen wurden dem private banking magazin auf Anfrage bestätigt.

Demnach kommen viele der bislang im Private Banking des Hauses beschäftigten Mitarbeiter künftig in anderen Teams wie dem für Unternehmerkunden oder dem für Tradingkunden zum Einsatz. Der Umbau bringt aber auch Stellenstreichungen mit sich: Letztlich sollen im gesamten Kundengeschäft knapp 15 Stellen abgebaut werden. Es gehe um eine strategische Schärfung, mit dem Schritt wolle man die kundenzentrierte Betreuung weiter verbessern, so Vorstandssprecher Marcus Vitt zum private banking magazin.

Bereichsleiterebene fällt weg

Auf organisatorischer Ebene fällt die Bereichsleiterebene weg: Künftig leitet wie berichtet ein Team der erweiterten Geschäftsleitung den Bereich, bestehend aus Thomas Nerlinger, Lars Bachmann und Oliver Thiel. Sie berichten an Vitt, der das Private-Banking-Geschäft seit dem Abschied von Jörg Laser im September vergangenen Jahres verantwortet. Der Wegfall der Bereichsleiterebene hatte sich jüngst bereits mit dem Abschied des Bereichsleiters Private Banking Süd, Jürgen Heitzmann, angedeutet. Wie es für Oliver Riede, bislang Bereichsleiter Private Banking Nord, weitergeht, ist noch unklar. 

Fest steht jedoch, dass die ursprünglich vier Private-Banking-Teams in München zu zwei Teams zusammengefasst werden: Jenes am Münchner Hauptstandort in der Friedrichstraße leitet wie berichtet Thomas Nerlinger, während die Leitung des zweiten Teams in München-Bogenhausen noch vakant ist. Das zuvor für Retail-Privatpersonen aus der Alt-Reuschel-Zeit zuständige Team in der bayerischen Landeshauptstadt hatte man bereits infolge des Rückzugs vom Retail-Banking abgebaut.

Kunden nach Unternehmern gefiltert

Das ebenfalls in München im Private Banking angesiedelte Handelsteam mit der offiziellen Bezeichnung Family Trading Office, das private Hochvermögende mit sehr aktivem Trading bedient, verschiebt die Bank in die kapitalmarktnahe Abteilung Alternative Investments unter der Führung von Bereichsleiter Thomas Ronfeld. 

Zudem hat das Institut die Kunden nach unternehmerischem Hintergrund analysiert und diese samt den zuständigen Mitarbeitern dem Bereich Unternehmer & Unternehmen unter der Leitung von Michael Nigg zugeschlagen. In Niggs Bereich übernimmt Ilona Groß, zuvor für eines der vier Münchner Private-Banking-Teams verantwortlich, das Team für Gewerbekunden.  

Auch der Leiter des bisherigen dritten Private-Banking-Teams in Hamburg, Lars Jansen, wechselt als Abteilungsleiter in den Bereich Unternehmer & Unternehmen. Die beiden weiter bestehenden Private-Banking-Teams in der Hansestadt unterstehen künftig wie bereits berichtet Lars Bachmann und Oliver Thiel.

Bemerkenswert an dem Umbau ist, dass der Vorstandssprecher Vitt die Bereichsleiterebene im nicht unerheblichen Geschäftsfeld Private Banking abschafft, aber etwa im Bereich Unternehmer & Unternehmen erhält. Ziel dürfte sein, die Private Banker damit stärker an sich zu binden.