Stabilität senkt die Volatilität Warum Small Caps so wertvoll sind

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Wir konnten dies nicht ganz glauben und haben die Kursvolatilität daher erneut unter die Lupe genommen. Und beim zweiten Blick zeigte sich nun, was beim ersten Blick verborgen blieb. Denn auch wenn über längere Zeiträume die Volatilität kleinerer Aktien über der von größeren Aktien liegt, so hat sich der Abstand zwischen den Volatilitäten im Laufe der Jahre immer mehr angeglichen, und das fast linear. Seit einiger Zeit ist die Volatilität kleinerer Aktien sogar geringer als bei größeren Aktien.

Der Markt hat also durchaus verstanden, dass es für die höhere Kursvolatitlität keinen guten Grund gibt. Gleichzeitig jedoch – und das ist spannend – hat sich die Renditedifferenz von Small und Large Caps nicht verändert.

Und es gibt sogar noch ein interessantes Ergebnis, auf das wir in unserer Recherche unverhofft gestoßen sind. Auch wenn es zwischen Unternehmensgröße und fundamentaler Beständigkeit keinen Zusammenhang gibt, so gibt es ihn durchaus zwischen fundamentaler Beständigkeit und fundamentalem Erfolg. Die Unternehmen, die eine linearere, gleichmäßigere Geschäftsentwicklung aufweisen sind auch die, die langfristig die stärksten Gewinnwachstumsraten aufweisen.

Wer sich also auf kleine Unternehmen mit besonders stabilem Geschäftsmodellen konzentriert, sollte auch in Zukunft in der Lage sein, Large-Cap-Indizes zu schlagen ohne dabei gleichzeitig höhere Risiken einzugehen.

 

Über den Autor:
Julius Böttger ist Analyst im Investment-Office der Privatbank M.M. Warburg & CO.  Der Volkswirt studierte an der Universität Münster und in Paris an der Sorbonne mit einem Fokus auf internationale Ökonomie.

 

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