Staatsanwaltschaft ermittelt Betrug bei der Fürstlich Castell’schen Bank

Die Filiale der Fürstlich Castell'schen Bank in Würzburg.  | © Mattes

Die Filiale der Fürstlich Castell'schen Bank in Würzburg. Foto: Mattes

Die Fürstlich Castell’sche Bank mit Sitz in Würzburg hat Strafanzeige gegen einen ehemaligen Berater erstattet. Der Mitarbeiter war zuvor nach internen Untersuchungen fristlos entlassen worden. Diese Untersuchungen durch die Interne Revision und die Rechtsabteilung habe man eingeleitet, nachdem Hinweise auf ein mögliches Fehlverhalten dieses Mitarbeiters eingegangen waren, heißt es in einer Mitteilung. Aufgrund der Strafanzeige hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg Ermittlungen aufgenommen. Das Bankhaus sicherte den Behörden vollste Unterstützung zu.

Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es Hinweise darauf, dass der ehemalige Berater Geschäfte mit Kunden abgewickelt hat, die außerhalb der Aktivitäten der Bank und in Unkenntnis der Bank vollzogen wurden, während er seinen Kunden das Gegenteil vorspiegelte. Dabei soll er bewusst und gezielt am internen Kontrollsystem der Bank vorbei gearbeitet haben. Um die Vorgänge aufzuklären, hat der Vorstand Strafrechts- und Zivilrechtsanwälte sowie eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragt, die Interne Revision und Rechtsabteilung der Bank zu unterstützen.

Die Kunden des ehemaligen Mitarbeiters wurden unverzüglich kontaktiert und über den Sachverhalt informiert. „Ein derartiger Fall erschüttert uns sehr“, sagt Sebastian Klein, Vorstandsvorsitzender des Bankhauses. „Wir werden alle Vorgänge restlos aufdecken und konsequent gegen den ehemaligen Berater im Sinne berechtigter Kundeninteressen und im Interesse der Bank vorgehen. Gemäß unserer Werte und dem Vertrauen in unsere Bank sehen wir uns dazu verpflichtet, auch mit Blick auf weitere gegebenenfalls notwendige Maßnahmen nach Abschluss der internen und externen Untersuchungen“.