Squad Makro David schlägt Goliath

Laster mit Amazon-Prime-Logo

Laster mit Amazon-Prime-Logo: Wertpapiere des Online-Vesandhändlers spielen im Squad Makro eine wichtige Rolle. Foto: Imago Images / Sven Simon

Quelle Fondsdaten: FWW 2022

Anleger, die sich nicht ständig um ihr Depot kümmern möchten, investieren gern in flexible Mischfonds – oder je nach Risikoappetit in defensive, ausgewogene und offensive Fonds dieser Bauart. Nicht wenige greifen dabei zu bekannten Fonds wie etwa dem DJE Zins & Dividende (ISIN: LU0553164731), dem Acatis Gané Value Event (DE000A0X7541) oder dem Multiple Opportunities (LU0323578657)aus dem Hause Flossbach von Storch.

Quelle Fondsdaten: FWW 2022

Die hohen Erwartungen, die diese Verkaufsschlager dank ihrer zweifellos guten langfristigen Ergebnisse wecken, erfüllen sie derzeit jedoch nicht in dem Maße, wie es sich Anleger erhoffen: So verbuchten die drei Fonds seit Jahresanfang ein Minus zwischen rund 3,9 und knapp 5,7 Prozent – und stehen damit keineswegs alleine da: So weist die Rating-Agentur Morningstar für die Vergleichsgruppe „Mischfonds EUR flexibel Global“ lediglich bei rund jedem zehnten Fonds einen Wertzuwachs aus, während der Rest teils tief im Minus steht (alle Angaben: Stand 25. April 2022).

Quelle Fondsdaten: FWW 2022

Squad Makro liegt seit Jahresbeginn im Plus

Dürfen Anleger derzeit also nicht davon ausgehen, dass derzeit ein Plus drin ist? Mitnichten, wie ein Blick auf die Performance des Squad Makro (LU0490817821) beweist. So erzielte der von Alexander Kapfer gemanagte flexible Mischfonds seit Jahresbeginn einen Wertzuwachs von knapp 4 Prozent (Stand 25. April 2022). Der Gründer und Inhaber des Fondsberaters Capanum positioniert sich mit dem 2010 aufgelegten Fonds generell nie extrem und balanciert das Chance-Risiko-Verhältnis stets aus, was sich seiner Aussage nach vor allem dann bewährt, wenn sich überraschend neue Szenarien ergeben.

„Ausgezahlt haben sich zudem vor allem zwei Faktoren: So haben wir erstens bereits im September vergangenen Jahres damit begonnen, mit dem Squad Makro den Wechsel von Growth zu Value zu vollziehen und den Fonds über das Aufstocken solcher Titel in den Bereichen Finanzen und Energie auf die neue Investmentwelt mit hohen Inflationszahlen vorzubereiten“, erläutert Kapfer und verweist zudem auf die Unterbewertung von Value sowie die Tatsache, dass Growth-Titel bereits seit 2016 keine Gewinn-Outperformance mehr erzielen.



Als zweiten Erfolgsfaktor nennt er die frühzeitige Anpassung des Portfolios auf Strukturbrüche in diversen Bereichen: „So haben wir beispielsweise bereits im September 2020 damit begonnen, die Gewichtung des Technologiesektors von rund 30 auf aktuell etwa 15 Prozent herunterzufahren“, erläutert Kapfer.

Dorthin skaten, wo der Puck sein wird

Seine Investment-Philosophie fasst der Fondsberater mit dem griffigen Satz „ich will dort sein, wo der Puck in zwölf Monaten sein wird“ zusammen. Inspiriert hat ihn dabei die kanadische Eishockeylegende Wayne Gretzky. „Er hat seinen Erfolg in einem Interview einmal mit ‚I skate to where the puck is going to be, not to where it has been‘ begründet – und dieser Satz fasst meiner Meinung nach hervorragend zusammen, worauf es beim Investieren ankommt“, erläutert Kapfer, der in seiner Freizeit gern Biografien spannender Persönlichkeiten liest.