Mitgliederstärkste Genobank Sparda-Bank West und PSD Rhein-Ruhr fusionieren

Sparda-Bank West und PSD Rhein-Ruhr fusionieren.

Sparda-Bank West und PSD Rhein-Ruhr fusionieren. Bildquelle: Imago Images / Michael Gsettenbauer / Funke Foto Services

Die Sparda-Bank West und die PSD Bank Rhein-Ruhr wollen fusionieren. Das gaben die Institute bekannt – ziemlich genau einen Monat nach Aufnahme ergebnisoffener Sondierungsgespräche. Am 23. September 2026 sollen außerordentliche Vertreterversammlungen beider Institute grünes Licht geben; den rechtlichen und technischen Vollzug planen die Fusionspartner für Mitte September 2027.

Das kombinierte Institut käme auf eine Bilanzsumme von 18,4 Milliarden Euro und ein betreutes Kundenvolumen von rund 33 Milliarden Euro. Es nähme damit Platz fünf unter den größten genossenschaftlichen Primärinstituten ein – hinter Apobank, BB-Bank, Berliner Volksbank und Frankfurter Volksbank. Aktuell rangiert die Sparda-Bank West an neunter Stelle; die PSD Rhein-Ruhr steht auf Platz 72. Das fusionierte Institut übernimmt den Namen Sparda-Bank West.

Mitgliederschwund trotz Größenambition

Besonderes Gewicht legen die Fusionspartner auf eine andere Kennzahl: Zusammen bringen sie es auf rund 561.000 Mitglieder – genug, um zur mitgliederstärksten Genossenschaftsbank der Republik aufzusteigen. Das klingt stattlich, trübt aber nicht den Blick auf eine strukturelle Schwäche: Beide Häuser verlieren seit Jahren Mitglieder. Bei der Sparda-Bank West sank die Zahl 2025 um 1,4 Prozent, bei der PSD Rhein-Ruhr um knapp 5 Prozent.

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