Die Sparda-Bank West und die PSD Bank Rhein-Ruhr wollen fusionieren. Das gaben die Institute bekannt – ziemlich genau einen Monat nach Aufnahme ergebnisoffener Sondierungsgespräche. Am 23. September 2026 sollen außerordentliche Vertreterversammlungen beider Institute grünes Licht geben; den rechtlichen und technischen Vollzug planen die Fusionspartner für Mitte September 2027.
Das kombinierte Institut käme auf eine Bilanzsumme von 18,4 Milliarden Euro und ein betreutes Kundenvolumen von rund 33 Milliarden Euro. Es nähme damit Platz fünf unter den größten genossenschaftlichen Primärinstituten ein – hinter Apobank, BB-Bank, Berliner Volksbank und Frankfurter Volksbank. Aktuell rangiert die Sparda-Bank West an neunter Stelle; die PSD Rhein-Ruhr steht auf Platz 72. Das fusionierte Institut übernimmt den Namen Sparda-Bank West.
Mitgliederschwund trotz Größenambition
Besonderes Gewicht legen die Fusionspartner auf eine andere Kennzahl: Zusammen bringen sie es auf rund 561.000 Mitglieder – genug, um zur mitgliederstärksten Genossenschaftsbank der Republik aufzusteigen. Das klingt stattlich, trübt aber nicht den Blick auf eine strukturelle Schwäche: Beide Häuser verlieren seit Jahren Mitglieder. Bei der Sparda-Bank West sank die Zahl 2025 um 1,4 Prozent, bei der PSD Rhein-Ruhr um knapp 5 Prozent.
Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Bitte melden Sie sich daher einmal kurz an und machen einige berufliche Angaben. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.
Die Sparda-Bank West und die PSD Bank Rhein-Ruhr wollen fusionieren. Das gaben die Institute bekannt – ziemlich genau einen Monat nach Aufnahme ergebnisoffener Sondierungsgespräche. Am 23. September 2026 sollen außerordentliche Vertreterversammlungen beider Institute grünes Licht geben; den rechtlichen und technischen Vollzug planen die Fusionspartner für Mitte September 2027.
Das kombinierte Institut käme auf eine Bilanzsumme von 18,4 Milliarden Euro und ein betreutes Kundenvolumen von rund 33 Milliarden Euro. Es nähme damit Platz fünf unter den größten genossenschaftlichen Primärinstituten ein – hinter Apobank, BB-Bank, Berliner Volksbank und Frankfurter Volksbank. Aktuell rangiert die Sparda-Bank West an neunter Stelle; die PSD Rhein-Ruhr steht auf Platz 72. Das fusionierte Institut übernimmt den Namen Sparda-Bank West.
Mitgliederschwund trotz Größenambition
Besonderes Gewicht legen die Fusionspartner auf eine andere Kennzahl: Zusammen bringen sie es auf rund 561.000 Mitglieder – genug, um zur mitgliederstärksten Genossenschaftsbank der Republik aufzusteigen. Das klingt stattlich, trübt aber nicht den Blick auf eine strukturelle Schwäche: Beide Häuser verlieren seit Jahren Mitglieder. Bei der Sparda-Bank West sank die Zahl 2025 um 1,4 Prozent, bei der PSD Rhein-Ruhr um knapp 5 Prozent.
„Aufsichtsrat und Vorstand beider Häuser sind sich einig, dass Größe angesichts des intensiven Wettbewerbs im Retail Banking zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird“, heißt es zur Begründung. Andreas Lösing, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West, betont die strategische Passform: „Mit der PSD Bank Rhein-Ruhr haben wir den richtigen Partner an unserer Seite, um gemeinsam unsere Service- und Beratungsprozesse weiterzuentwickeln.“
„Durch die Bündelung unserer Stärken können wir unsere Präsenz sowohl regional als auch digital optimal ausbauen", sagt Stephan Schmitz, Vorstand der PSD Rhein-Ruhr.
Unterschiedliche Geschäftsmodelle
Beide Institute bedienen den Privatkundenmarkt in Nordrhein-Westfalen, gehen dabei aber unterschiedliche Wege. Die Sparda-Bank West unterhält 42 Filialen und verfügt über ein ausgeprägtes stationäres Netz. Die PSD Rhein-Ruhr setzt als beratende Direktbank mit lediglich zwei Standorten in Düsseldorf und Dortmund stärker auf Plattform- und Vermittlungsgeschäft.
Beim Thema Private Banking gibt es einen Unterschied. Während die Sparda-Bank West mit ihrer Tochtergesellschaft Laureus AG Privat Finanz über ein eigenständiges Private-Banking-Angebot verfügt, bietet die PSD Rhein-Ruhr kein vergleichbares Angebot.
Laureus betreut rund 6.900 Kunden ab einem liquiden Vermögen von 250.000 Euro und steigerte das betreute Gesamtvolumen 2025 um 11,1 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro. Nach Auskunft der Sparda-Bank West gegenüber dieser Redaktion bleibt die Tochtergesellschaft nach dem Vollzug der Fusion eigenständig. Für bestehende Kunden ergeben sich keine Änderungen in Betreuung, Beratungsphilosophie oder bei den Ansprechpartnern. Personelle Veränderungen seien derzeit ebenfalls nicht geplant.
Bei der Refinanzierung wiederum ergänzen sich die Institute: Die Sparda-Bank West wies 2025 einen deutlichen Passivüberhang aus – Kundeneinlagen von 12,5 Milliarden Euro standen Kundenkredite von 7,5 Milliarden Euro gegenüber. Die PSD Rhein-Ruhr zeigte ein ausgeglicheneres Verhältnis mit 3,5 Milliarden Euro Krediten und 3 Milliarden Euro Einlagen.
Für die 1.110 Beschäftigten beider Häuser soll eine Beschäftigungsgarantie gelten – wie lange, bleibt offen. Einen natürlichen Puffer liefere laut Pressemitteilung die Demografie. In den kommenden Jahren scheiden in beiden Banken rund 100 Mitarbeitende altersbedingt aus.