Sonne, Wind und Wasser Evangelische Bank sucht Co-Investoren für Spezialfonds

Der Bau von Windkraftanlagen spielt bei der Energiewende eine zentrale Rolle. | © Getty Images

Der Bau von Windkraftanlagen spielt bei der Energiewende eine zentrale Rolle. Foto: Getty Images

Die Evangelische Bank bietet institutionellen Anlegern über ihre Tochtergesellschaft EB Sustainable Investment Management den geschlossenen Spezialfonds „EB-Erneuerbare Energien Fonds Europa“ an. Die Bank will sich an dem regulierten luxemburgischen Spezialfonds mit variablem Kapital, einem sogenannten SICAV-SIF, beteiligen und sucht nach Co-Investoren.

Eine erste Finanzierungsrunde habe man bereits abgeschlossen, berichtet ein Unternehmenssprecher. Im Rahmen einer Roadshow will die Evangelische Bank im Herbst in München, Hamburg und Düsseldorf über die Energiewende in Zeiten des Klimawandels sprechen und weitere Anleger für den Fonds gewinnen. 

Erneuerbare-Energien-Projekte auf dem Einkaufszettel 

Die Manager des Fonds wollen das „dynamische Ausbauwachstum der Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie“ nutzen und investieren laut Prospekt in Erneuerbare-Energien-Projekte in ausgewählten europäischen Ländern. Auf dem Einkaufszettel stehen Produktionsanlagen in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik. Darüber hinaus können die Manager auch etablierte erneuerbare Technologien, zum Beispiel Wasserkraft und Biomasse, beimischen.

Projektentwicklungsrisiken wollen die Fondsmanager nicht tragen. Die einzelnen Anlagen sollen entweder bereits in Betrieb gegangen oder genehmigungsreif sein und schlüsselfertig errichtet werden können. In dem Zusammenhang sucht die Bank für professionelle Anleger nach Projekten mit festen Abnahmeverträgen oder staatlichen Einspeisevergütungen. 

Anlagen in Deutschland und Frankreich 

Wie in dieser Woche bekannt wurde, haben die Fondsmanager von EB Sustainable Investment Management vier französische Windparks mit insgesamt 36 Windkraftanlagen gekauft. Zum Portfolio gehört auch der Solarpark Bollberg im thüringischen Stadtroda. Die Evangelische Bank will innerhalb der auf zwei Jahre angesetzten Investitionsphase bis zu 15 Projekte in den Fonds, dessen Laufzeit auf 20 Jahre angelegt ist, einkaufen. 

Mit dem Fonds, der auf ein Anlagevolumen von 150 Millionen Euro wachsen soll, richtet sich die Evangelische Bank ausschließlich an professionelle Kunden. Sie müssen mindestens 250.000 Euro in den Fonds investieren. Auf die Fondsanleger kommen Management-Gebühren von jährlich 0,6 Prozent des Nettoinventarwerts zu. Zusätzlich fallen beim An- und Verkauf von Projekten Transaktionsgebühren von 1,2 Prozent an. Externe Gebühren für die Verwaltung des Fonds beziffert EB Sustainable Investment Management auf rund 0,2 Prozent pro Jahr.