Solvency II ist das europäische Regelwerk für Versicherungsunternehmen – vergleichbar mit den Basel-Regeln für Banken. Es legt fest:
- Wie viel Eigenkapital Versicherer vorhalten müssen
- Wie sie ihre Risiken bewerten und melden müssen
- Welche Berichte sie veröffentlichen müssen
Ziel: Schutz der Versicherungskunden und Stabilität des Finanzsystems.
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Solvency II ist das europäische Regelwerk für Versicherungsunternehmen – vergleichbar mit den Basel-Regeln für Banken. Es legt fest:
- Wie viel Eigenkapital Versicherer vorhalten müssen
- Wie sie ihre Risiken bewerten und melden müssen
- Welche Berichte sie veröffentlichen müssen
Ziel: Schutz der Versicherungskunden und Stabilität des Finanzsystems.
Die EU-Kommission legte vergangene Woche einen Entwurf der Delegierten Verordnung zu Solvency II vor. Daraus ergeben sich folgende Änderungen:
Die neue Risikomarge-Formel
Was ist die Risikomarge?
Zusätzliches Geld, das Versicherer für unvorhergesehene Verluste zurücklegen müssen – eine Art „Sicherheitspuffer“ für Risiken, die nicht exakt berechenbar sind.
Was ändert sich?
Neue Formel: RM = CoC · Σ max(0,96^t ; 50%) · SCR(t) / (1+r(t+1))^(t+1)
In einfachen Worten:
- Die Risikomarge wird jedes Jahr automatisch um 4 Prozent reduziert (daher der Faktor 0,96: 100 Prozent - 96 Prozent = 4 Prozent)
- Nach einer gewissen Zeit sinkt sie auf mindestens 50 Prozent des ursprünglichen Wertes
- Der Kapitalkosten-Satz wird auf 4,75 Prozent gesenkt.
Praktische Bedeutung:
Versicherer müssen weniger Geld für diese Sicherheitsreserven zurücklegen, haben also mehr Kapital für andere Zwecke frei.