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Sehr attraktive Preisniveaus Small Caps vor dem langfristigen Aufwärtstrend

Stärkere Dynamik und agilere Führung als Large Caps

Stärkere Dynamik und agilere Führung als Large Caps: Kleine Unternehmen neigen dazu, schneller als größere Unternehmen auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Foto: Imago Images / Westend61

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In der Vergangenheit haben sich Small Caps im Anschluss an eine Inflationsphase in der Regel stark erholt. Die besonderen Merkmale von Small Caps – Agilität und starke Preissetzungsmacht – könnten es ihnen auch diesmal ermöglichen, klar aus dem breiten Markt herauszustechen.

Zuletzt waren die Industrieländer vor etwa 50 Jahren, in den 1970er-Jahren, mit starken inflationären Kräften konfrontiert. Aus dieser Zeit lassen sich interessante Schlussfolgerungen ziehen: Damals schnitten Small-Cap-Unternehmen nicht nur besser ab als die wichtigsten traditionellen Anlageklassen, sie gehörten auch zu den wenigen Anlageklassen, die positive Renditen erzielten (siehe Grafik).

Grafik: Die Entwicklung traditioneller Anlageklassen im Vergleich zur Inflation 1972-1981

Die Grafik zeigt, dass die Performance von Small Caps diejenige von Large Caps übersteigt, was einen Diversifikationseffekt in den Portfolios bewirkt. Als die Inflation 1973 nach dem Ende des Bretton-Woods-Systems in die Höhe schoss und eine Rezession einsetzte, fuhren Small Caps zwar zunächst eine unterdurchschnittliche Performance ein – kleinere Unternehmen sind in der Regel die ersten, die von einer Konjunkturabschwächung betroffen sind, und die Anleger bevorzugen im Sturm sicherere Boote. Kleine Unternehmen haben oft auch einen erschwerten Zugang zu den Fremd- und Eigenkapitalmärkten als größere Unternehmen.

 

Unmittelbar nach dem Höhepunkt der Inflation in den 1970er-Jahren setzte bei Small Caps jedoch eine Phase starker Outperformance ein – die durch den zweiten Inflationsschock 1979/1980 kaum beeinträchtigt wurde, was auf ihre starke Dynamik und agile unternehmerische Führung zurückzuführen ist. Kleine Unternehmen neigen dazu, schneller als größere Unternehmen auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Es sei darauf hingewiesen, dass wir in der oben stehenden Grafik Daten aus den USA zeigen, weil es aufgrund der damaligen Marktstruktur keine entsprechenden historischen Reihen für Europa gibt.

Geballte Expertise: In kurzen Videos geben die Fondsmanager und Analysten von Candriam ihre Einschätzungen zu bestimmten Anlageklassen in 2023.

Sobald die Inflation zurückgeht, starten Small Caps durch

Bei Candriam sind wir der Meinung, dass Small Caps, die seit dem zweiten Halbjahr 2021 hinter Large Caps zurückgeblieben sind, bald eine Outperformance erzielen könnten. Dies wird mit dem Umschwenken der Fed auf ihrem Zinspfad zusammenfallen oder mit dem Moment, ab dem die Anleger mehr Klarheit über das Zurückgehen der inflationären Kräfte gewinnen. Wir werden die Politik der Zentralbanken und die zu erwartende Bodenbildung bei den vorauslaufenden Zahlen der Einkaufsmanager genau beobachten, um die Talsohle bei den Small Caps zu erkennen.

Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass unser selektiver Ansatz für Investitionen in Small Caps, der sich über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren bewährt hat, in der aktuell schwierigen Marktlage wichtiger denn je ist. Der Eckpfeiler unseres Ansatzes ist die Expertise unseres Teams, das sich auf 15 Jahre Erfahrung im Bereich Small-Cap-Research und Investment stützt. Unsere internen Ressourcen in der Analyse der Finanzmärkte sind der Schlüssel zum Aufspüren von Chancen in einer Anlageklasse, die von Analysten generell nur unzureichend abgedeckt wird. Unser Team besteht aus 34 Spezialisten, die die gleiche Leidenschaft und die gleiche Philosophie teilen.

Fünf Anlagekriterien, die zählen

Unser Ansatz ist langfristig angelegt. Wir wenden einen eigenen Analyserahmen an, der sich streng an fünf Anlagekriterien orientiert, die unserer Meinung nach im derzeitigen Umfeld von entscheidender Bedeutung sind:

  • Qualität des Managements: Ein gutes Management und gute Mitarbeiter sollten gehalten und gefördert werden, insbesondere in kleineren Unternehmen. Dies ist einer der Gründe, warum wir zusammen mit unseren ESG-Analysten einen Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, begonnen haben, um deren Organisation und deren Programme zur Mitarbeiterbindung und -entwicklung besser zu verstehen. Wir streben einen langfristigen Dialog mit diesen Unternehmen an und ziehen ein unterstützendes Engagement einem systematischen Ausschluss vor. Bei der Zusammenarbeit mit kleineren Unternehmen sind wir nicht dogmatisch und berücksichtigen ihre spezifischen Herausforderungen. So ist es aufgrund ihrer geringeren Größe oder weil sie sich in Familienbesitz befinden zum Beispiel häufiger der Fall, dass die Rollen des Vorstandsvorsitzenden und des Geschäftsführers nicht getrennt sind. Teil unserer langfristigen Beziehung ist auch der Austausch von Best Practices in den Bereichen Soziales und Governance. Natürlich bleiben wir bei Kontroversen, die wir laufend überwachen, streng. Sollte sich keine Besserung einstellen, reduzieren wir unser Engagement teilweise oder ganz.
  • Grundlegendes Marktwachstum: In einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld ist es wichtig zu verstehen, welche Nischen ein echtes Wachstumspotenzial haben, das über kurzfristige Trenderscheinungen hinausgeht. So sehen wir beispielsweise die neue klimarelevante Regulierung als Wachstumschance für Unternehmen, die einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourceneinsparung leisten möchten. Speziell in diesem Segment gehen wir davon aus, dass der europäische Green Deal Unternehmen begünstigen wird, die im Bereich energieeffiziente Isolierung tätig sind.
  • Wettbewerbsvorteile: Wir zielen auf Unternehmen mit Preissetzungsmacht oder potenziellem Marktanteilswachstum ab, da der Schutz der Margen in einem inflationären Umfeld entscheidend ist. Unternehmen können diese Wettbewerbsvorteile durch Innovation oder innerhalb einer günstigen Marktstruktur aufbauen.
  • Rentabilität: Während andere Strategien nur das Wachstum der Unternehmen in den Mittelpunkt stellen, konzentrieren wir uns speziell auch auf die Rentabilität. Wir suchen nach Aktien, die bereits profitabel sind, nicht nach potenziell profitablen Unternehmen. Wie die Börsengeschichte lehrt, leiden Unternehmen mit geringerer Rentabilität tendenziell stärker unter höheren Input-Kosten.
  • Verschuldung: In einem Umfeld hoher und steigender Zinssätze kommt der Verschuldung eine besondere Bedeutung zu. Die Fokussierung auf den Verschuldungsgrad ist daher ein wesentlicher Bestandteil unseres Kapitalanlagerahmens.

Wir sind der festen Überzeugung, dass hohe Renditen mit verantwortungsvollem Investieren vereinbar sind. Den Marktteilnehmern könnten sich bald einmalige Gelegenheiten bieten, um auf sehr attraktiven Preisniveaus in Small Caps zu investieren.

Mehr Ausblicke der Portfoliomanager von Candriam lesen Sie hier.