Studie Singapurs Reiche setzen auf Cash

In einer aktuellen Studie untersuchte LGT Anlageverhalten, Renditeerwartungen und die Portfolioallokation von vermögenden Privatkunden aus der Schweiz, Hongkong und Singapur und förderte große interkulturelle Unterschiede zutage.

Laut dem LGT Private Banking Report rechnen 58 Prozent der in Hongkong befragten vermögenden Personen in den kommenden fünf Jahren mit einer jährlichen Rendite von 10 Prozent und mehr, während in Singapur 43 Prozent und in der Schweiz lediglich 6 Prozent derart hohe Erwartungen haben.

Ein Zeichen für den eher konservativen Anlagestil in Singapur ist die Tatsache, dass die Anleger die Hälfte ihres verfügbaren Vermögens in Cash halten, während dies in Hongkong bei einem Drittel und in der Schweiz bei einem Viertel der Investoren der Fall ist.

Bei den Singapurer Anlegern gehören neben den relativ hohen Cash-Positionen auch Rohstoffe, Gold und andere Edelmetalle ins Portfolio. Der Anteil dieser Anlageklassen liegt bei 28 Prozent des Vermögens (ohne Cash), während er in Hongkong 14 Prozent und in der Schweiz 8 Prozent beträgt.

Die Studie hat weiter gezeigt, dass die Portfolios in allen drei Märkten eine geringe Diversifikation aufwiesen. Singapur, wo über zwei Drittel (67 Prozent) der Portfolios ungenügend diversifiziert sind, also weniger als vier Anlageklassen enthalten, schnitt diesbezüglich am schlechtesten ab. In der Schweiz und in Hongkong liegen die entsprechenden Werte bei 53 Prozent beziehungsweise bei 45 Prozent.


Hintergrundinfo: Die LGT Studie wurde von Teodoro D. Cocca, Professor für Asset Management an der Johannes Kepler Universität in Linz, geleitet und basiert auf Interviews, die mit 505 vermögenden Personen in den drei Märkten durchgeführt wurden.