Siegerehrung 2016 Firstfive kürt die besten Vermögensverwalter

Die Gewinner des Firstfive-Awards 2016

Die Gewinner des Firstfive-Awards 2016 Foto: Sabine Antonius

Zum Zweiten Mal hat das unabhängige Controlling-Institut Firstfive die besten Vermögensverwalter in drei Auswertungszeiträumen ausgezeichnet. Dafür wurden die Gewinner in den drei Auswertungszeiträumen ein, drei und fünf Jahre ermittelt. Sie mussten in unterschiedlichen Risikoklassen herausragende Leistungen zeigen, um den Spitzenplatz zu erreichen. Zuletzt hatte es in den Kategorien über drei und fünf Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die vordersten Plätze gegeben.

„Unsere Auswertungen werden auf Basis realer Depots vorgenommen. Die Firstfive-Datenbank von rund 200 Depots ist einzigartig und wir grenzen uns damit von Performance-Projekten oder Depot-Contests anderer Institutionen ab“, sagt Jürgen Lampe, Firstfive-Vorstand, bei der Preisverleihung.

Im 12 Monatszeitraum liegen drei Privatbanken vorn. BHF Trust Management, die Vermögensverwaltung der BHF Bank, belegt den 1. Platz. Mit etwas Abstand folgen Berenberg und Hauck & Aufhäuser Privatkbankiers. Auf Platz 4 muss sich die Raiffeisen Capital Management aus Wien knapp geschlagen geben.

Ehrung in Frankfurt Firstfive-Gala 2016 in Bildern


Die Gewinner:

12-Monatszeitraum (Platz, Institut: Punkte):
  1. BHF Trust Management: 81,4
  2. Berenberg: 65,6
  3. Hauck & Aufhäuser Privatbankiers: 51,5
  4. Raiffeisen Capital Management, Vermögensverwaltung Wien: 50,1
  5. von der Heydt & Co: 45,8

Bei der Drei-Jahres-Auswertung erreichte BHF Trust Management mit der Maximalpunktzahl von 100 Punkten das absolute Topergebnis und verwies mit der Raiffeisen Capital Management sowie Walser Privatbank zwei Österreicher auf die Plätze. Erfolgreiches Stockpicking in Europa und Nordamerika und Investitionen in mittelfristige Unternehmensanleihen sind das Erfolgsrezept der Frankfurter.

3-Jahreszeitraum (Platz, Institut: Punkte):

  1. BHF Trust Management: 100,0
  2. Raiffeisen Capital Management, Vermögensverwaltung Wien: 83,6
  3. Walser Privatbank: 81,0
  4. Commerzbank: 79,1
  5. Capitell: 76,6

In der Königsdiziplin, der 5-Jahresauswertung, musste sich die BHF dagegen Flossbach von Storch aus Köln (wie im Vorjahr) geschlagen geben. Die unabhängigen Vermögens-verwalter sind mit ihren eigenen Fonds erfolgreich. Platz 3 belegt die Walser Privatbank aus Riezlern.

5-Jahreszeitraum (Platz, Institut: Punkte):

  1. Flossbach von Storch: 97,4
  2. BHF Trust Management: 92,7
  3. Walser Privatbank, Riezlern, 64,7
  4. M.M. Warburg & Co: 61,5
  5. Raiffeisen Capital Management, Riezlern: 56,6

„Die Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung für unser gesamtes Team. Und sie ist Ansporn zugleich. Risikolose Euroanlagen rentieren bei null oder darunter; die Sorgen um die Weltkonjunktur wiederum belasten derzeit die Aktienmärkte“, sagt Michael Otto, Leiter der Privaten Vermögensverwaltung von Flossbach von Storch.

Um dennoch akzeptable Anlageergebnisse zu erzielen, empfiehlt Otto, opportunistisch vorzugehen. 2015 habe gelehrt, dass es sich lohnt, auf besondere Gelegenheiten bei Aktien und Anleihen zu warten. Glücklicherweise würden die kräftigen Kursschwankungen an den Börsen auch in den kommenden Monaten erhalten bleiben.

Im Aktienbereich favorisiere man nach wie vor echte Qualitätstitel – Aktien von Unternehmen, die verlässlich Gewinne erzielen, nachhaltig wachsen, global aufgestellt und wenig verschuldet sind. Solche Titel finde man am ehesten in robusten, wenig konjunkturabhängigen Branchen.