Shell hat die Verwaltung seiner Pensionsvermögen an Goldman Sachs Asset Management ausgelagert. Das Outsourced-Chief-Investment-Officer-Mandat (OCIO) umfasst 40 Milliarden Dollar und gehört zu den größten Deals dieser Art.
Der britische Energiekonzern übertrug Goldman Sachs die Verwaltung seiner europäischen Pensionsgelder und Vermögen eines konzerninternen Versicherers. Zusätzlich erhält der US-Vermögensverwalter einen Beratungsauftrag für die nordamerikanischen Pensionspläne von Shell.
Shell hatte das Mandat in einem wettbewerbsintensiven Ausschreibungsverfahren vergeben. Die Vermögen sollen noch in diesem Jahr zu Goldman Sachs transferiert werden. Das Portfolio umfasst öffentliche und private Anlagen sowie Liability-Driven-Investments und Cashflow-orientierte Strategien.
Fokus auf Kerngeschäft
Die Auslagerung folgt einem Trend unter institutionellen Investoren. Immer mehr Unternehmen, Stiftungen und Pensionsfonds vergeben die Investmentverwaltung an spezialisierte Asset Manager.
„Viele Vermögensbesitzer möchten ihre Energie und Ressourcen auf ihre Kernbereiche und Wettbewerbsvorteile konzentrieren“, erklärte Tim Braude, globaler Co-Leiter für Multi-Asset-Lösungen bei Goldman Sachs Asset Management, im „Bloomberg“-Interview. „Für viele dieser Vermögensbesitzer ist das ehrlich gesagt nicht das Investieren.“
Umkämpfter OCIO-Markt
Im OCIO-Geschäft konkurrieren Goldman Sachs und Blackrock um die Marktführerschaft. Goldman Sachs konnte in den vergangenen Jahren mehrere Milliarden-Mandate gewinnen. Mit dem Shell-Deal verwaltet Goldman Sachs nun rund 450 Milliarden Dollar an ausgelagerten institutionellen Vermögen.