Tennislegende vor Karriereende Serena Williams will ihr Vermögen in Venture Capital investieren

Serena Williams nimmt künftig seltener den Tennisball, dafür häufiger Start-ups ins Visier

Serena Williams nimmt künftig seltener den Tennisball, dafür häufiger Start-ups ins Visier: Die Tennisspielerin will ihr Vermögen in Venture Capital investieren. Foto: Imago Images / ZUMA Press

Serena Williams ist auf dem Court zu einer Tennislegende gereift, nun steht ihr Karriereende kurz bevor. Die Sportlerin verkündete jüngst, dass sie sich aus dem aktiven Sport zurückziehen möchte – nach bisher knapp zwei Dutzend Grand-Slam-Erfolgen im Einzel und 14 Siegen im Doppel. Sie gilt damit als eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen aller Zeiten.

 

Für die Zeit nach ihrer aktiven Sportlerkarriere hat Williams allerdings schon gut vorgesorgt. Laut Forbes beläuft sich ihr Vermögen auf eine Viertelmilliarde Dollar. Williams selbst habe vor neun Jahren begonnen, selbst zu investieren, schreibt sie in einem Vogue-Artikel. Einen Teil ihrer Investments wickelt Williams über ein eigenes Venture-Capital-Unternehmen ab: Serena Ventures. Das Unternehmen habe sie vor ein paar Jahren still und heimlich gegründet, erklärt sie in der Vogue.

Und sie gibt noch ein paar weitere Einblicke in ihre Investmenttätigkeiten: Insgesamt sechs Mitarbeitende würden gemeinsam mit Williams in dem Unternehmen arbeiten, alle hätten ihren Sitz zwischen Williams' Hauptwohnsitz in Florida und Texas, Kalifornien. Das Team fokussiert sich insbesondere auf Early-Stage-Finanzierungen und bewies in der Vergangenheit wohl ein recht glückliches Händchen: Insgesamt 16 Einhörner mit jeweils einer Bewertung von über einer Milliarde Dollar habe sie finanziert, schreibt Williams. Zu den Unternehmen zählen laut Williams Masterclass, Tonal, Impossible Foods, Noom und Esusu.

Williams wurde von Konferenz von JP Morgan Chase beeinflusst

Inzwischen habe man auch externes Kapital einwerben können, in diesem Jahr belief sich der Betrag auf 111 Millionen Dollar. Geldgeber waren demnach Banken, private Investoren sowie Family Offices. Finanziert werden mit dem eigens investierten und gesammelten Kapital Unternehmen, deren Gründer und Gründerinnen in 87 Prozent der Fälle entweder weiblich und/oder „People of Color“ sind. Auch unter den Mitarbeitenden von Serena Ventures sei bisher nur ein Mann – allerdings wolle Williams explizit niemanden ausschließen.

Dass Williams entsprechende Schwerpunkte bei ihren Venture-Capital-Aktivitäten legt, macht sie an einer Konferenz von JP Morgan Chase fest, an der sie vor einigen Jahren teilnahm. Dort erfuhr sie laut des Vogue-Artikels erstmals davon, dass 98 Prozent der Venture-Capital-Investments an männliche Gründer gehen – was sie überrascht und darin bestärkt habe, selbst „große Schecks“ zu schreiben.