Asiatische Millionäre Selbst ist der Banker

„Singapur statt Schweiz“: Die Anzahl der Superreichen aus Indien, China & Co. nahm in den vergangenen Jahren stark zu. Laut einer Studie von Capgemini und RBC Wealth Management lebten 2011 zum ersten Mal mehr Millionäre in der Region Asien-Pazifik als in Nordamerika. Ein perfektes Umfeld für Family Offices, Vermögensverwaltungen und Privatbanken? Nicht ganz. Denn viele der asiatischen Superreichen nehmen das Verwalten ihres Vermögens teilweise selbst in die Hand.

Wie eine Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) zeigt, haben nur die wenigsten Banken in Asien vollen Spielraum bei der Portfolioverwaltung für vermögenden Kunden: Nur 4 Prozent der Vermögensverwalter lassen die Superreichen freie Hand. 2006 waren es immerhin noch 6 Prozent.

In Europa hingegen stieg die Anzahl der Asset Manager, die die Kundengelder nach eigenem Ermessen verwalten dürfen, von 18 Prozent 2006 auf nunmehr 23 Prozent.

„Asiaten, die zu Reichtum gekommen sind, sind nicht wie Europäer oder Amerikaner auf den Erhalt von Wohlstand, sondern auf dessen Vermehrung aus“, erklärt Allen Lo, Vorstandsvorsitzender vom Wealth Management der UBS in Hongkong. Da sie es als Unternehmer gewohnt seien, Entscheidungen zu treffen, wollen sie Lo zufolge auch aktiv an der Vermögensverwaltung mitwirken.

Im Gegenzug bringen Asiaten ihrem Kundenbetreuer mehr Loyalität als europäische Kunden entgegen. So folgen laut der BCG-Studie bis zu 20 Prozent der Kunden ihrem Berater, wenn dieser zu einem anderen Finanzinstitut wechselt.

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