Analyse realer Mandate Die Positionierungen und Prognosen der Vermögensverwalter für 2023

Markus Jesberger (links) Thomas Segura (rechts)

Markus Jesberger (links) Thomas Segura (rechts): Die Gründer und Geschäftsführer des Multi Family Office Segura & Jesberger analysieren reale Mandate und befragen Vermögensverwalter. Foto: Segura & Jesberger

Die Ertragsprognose

Die Bandbreiten für die einzelnen Ertragsprognosen im Überblick.

Die Bandbreiten für die einzelnen Ertragsprognosen im Überblick. © Segura & Jesberger

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Den höchsten durchschnittlichen Ertrag 2023 erwarten die Verwalter für das Aktiensegment. Hier werden 6,2 Prozent für das Jahr 2023 taxiert. Auch in der Langfristprognose werden Aktien mit 6,9 Prozent als attraktivste Anlageklasse bewertet.

Ein Verwalter schätzt die allgemeine Aktienmarktentwicklung marktübergreifend mit einem negativen Wert von 7,0 Prozent – der zweit-pessimistischste Verwalter liegt bei 1,9 Prozent. Auffällig ist, dass die Vermögensverwalter bei Liquidität, Anleihen und Alternativen Investments davon ausgehen, dass die erwarteten Renditen in 2023 höher prognostiziert werden als der jeweilige langfristige Wert.

Das unabhängige Multi Family Office Segura & Jesberger befragt jährlich Banken und Vermögensverwalter aus dem In- und Ausland zu deren Rendite- und Risikoerwartung für die wichtigsten Anlageklassen. Dabei wird der Einschätzung der kommenden 12 Monate die langfristige Erwartung gegenübergestellt. Die Erwartungen werden danach mit der Positionierung realer Mandate verglichen.

Teilgenommen haben mehr als 25 Adressen, darunter beispielsweise Credit Suisse, Deutsche Oppenheim, Hauck Aufhäuser Lampe, Julius Bär, Oddo BHF, Salytic und Vontobel. Die Darstellungen zeigt die Ergebnisse der Befragung. Die Balken geben die jeweils höchste, die niedrigste und durchschnittliche Schätzung der Teilnehmer an.

Die Methodik der Positionierungsanalyse von Segura & Jesberger:

Segura & Jesberger berichtet und kontrolliert individuelle Vermögensverwaltungsmandate mit einem Volumen von 5 bis 50 Millionen Euro pro Mandat. Für die Verwalter besteht die Möglichkeit, sich in einem gegebenen Gewichtungsband zwischen einer Mindestquote und einer Maximalquote für Aktien zu positionieren. Ergänzend wird zwischen der Mindest- und Maximalquote eine neutrale Gewichtung definiert.

Für die Analyse werden zunächst unterschiedliche Mandatsausgestaltungen normiert: Das Mindestgewicht wird mit 0 Prozent, die neutrale Gewichtung mit 50 Prozent und die Maximalgewichtung mit 100 Prozent definiert. Als neutral gewichtet in Aktien gilt, wer sich in einem Band von 2,5 Prozent um die normierte neutrale Aktienquote positioniert. Bei höheren Aktiengewichtungen erfolgt die Eingruppierung als Übergewichtung, darunter als Untergewichtung.


Über die Autoren:
Thomas Segura ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Multi Family Office Segura & Jesberger. Segura besitzt langjährige Erfahrung aus leitender Position im Private Banking einer Privatbank und als Geschäftsführer eines Family Office.

Markus Jesberger ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Multi Family Office Segura & Jesberger. Jesberger ist seit mehr als 25 Jahren im Private Banking tätig, zuletzt als Family-Office-Geschäftsführer und Mitglied des Verwaltungsrats bei verschiedenen europäischen Family-Office-Organisationen einer Privatbank.

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