Schwedische Bank SEB beruft Leiter für neue Family-Office-Einheit in Deutschland

Niederlassung der SEB in Frankfurt am Main

Niederlassung der SEB in Frankfurt am Main: Das schwedische Institut startet den Geschäftsbereich Private Wealth Management und Family Office. Foto: Imago Images / Jan Huebner

Nach den Vorstößen mehrerer Auslandsbanken wie der Schweizer Credit Suisse, der US-Bank Citi oder der liechtensteinischen LGT greift auch die schwedische SEB-Bank in Deutschland nach dem Geschäft mit vermögendem Klientel: Thilo Zimmermann soll spätestens ab Oktober die deutsche Einheit für Family Offices und Private Wealth Management bei der SEB leiten. Der eigenständige Geschäftsbereich wurde dieses Jahr gegründet und wird vor allem das Segment Professional Family Office für Familienunternehmen mit institutionellem Bedarf ansprechen.

Plan für Markteintritt wurde 2019 bekanntgegeben

Neben dem Geschäft mit vermögenden Kunden führt Zimmermann nach seiner Ernennung auch das Investmentbanking in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Beide Bereiche haben sehr anspruchsvolle Kunden mit großen Synergien. Die SEB ist bereits in einer guten Position, um deren Erwartungen zu erfüllen“, erklärt Zimmermann. Bis jetzt leitete er für die SEB die Niederlassung in Shanghai, wo große Firmenkunden aus den SEB-Heimatmärkten in China betreut werden. Zimmermann begann seine Karriere bei der schwedischen Großbank im Jahr 2003.

Bereits 2019 hatte die SEB angefangen, das Geschäft mit Family Offices und im Private Wealth Management in Deutschland voranzutreiben. Damals startete Michael Leitzbach als Verantwortlicher für die Kundenbetreuungsbereiche mit dem Aufbau einer entsprechenden Einheit. Leitzbach ist noch immer Teil der SEB-Geschäftsleitung in Deutschland, zu der auch Thilo Zimmermann künftig zählen wird. Weitere Mitglieder sind Ulf Grunnesjö und Jürgen Baudisch, der die Family-Office-Einheit und das Investmetbanking bisher komissarisch führte.


Das gesamte deutsche Geschäft der Bank teilt sich neben der Family-Office-Einheit auf „Corporate Banking“, „Institutional Banking“ und „Financial Sponsors“ auf. Die SEB bietet in Schweden und den baltischen Staaten Beratungsdienstleistungen und Finanzlösungen an. In Dänemark, Finnland, Norwegen, Deutschland und Großbritannien konzentriert sich die SEB auf das Geschäft mit Firmen- und institutionellen Kunden sowie Asset Management. Insgesamt ist das Institut in 20 Ländern der Erde präsent und hat eine Bilanzsumme von 3.304 Milliarden Schwedischen Kronen bei rund 15.500 Mitarbeitern.