Scorpio-Report zu AuM, Profit & Co. Gewinnentwicklung im Wealth Management stagniert

Listet die 25 Schwergewichte der Branche nach verwaltetem Vermögen: Der Global Private Banking Benchmark Report 2017

Listet die 25 Schwergewichte der Branche nach verwaltetem Vermögen: Der Global Private Banking Benchmark Report 2017

Die Schweizer Großbank UBS bleibt im Hinblick auf das verwaltete Vermögen (AuM) weltweit die Nummer 1. Die Deutsche Bank muss unterdessen einen erheblichen Mittelabfluss verkraften und verliert ihren Platz in den Top 10 der größten Vermögensverwalter. Das zeigt die aktuelle Global Private Banking Benchmark des Research-Unternehmens Scorpio Partnership.

Asien und Nordamerika vorn

Gemeinsam verwalten die 25 weltweit größten Wealth Manager demnach gegenwärtig 13,3 Billionen US-Dollar, was einen Zuwachs von 3,78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Insgesamt repräsentieren die Top 25 damit nun gut 63 Prozent des Gesamtmarktes. Im Gegensatz zu amerikanischen und asiatischen Anbietern konnten viele der wichtigsten europäischen Häuser an dieser Entwicklung allerdings nicht teilhaben – sie verzeichneten einen Rückgang der AuM.

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Anders als beispielsweise die China Merchants Bank, die mit einem Zuwachs der AuM von knapp 24 Prozent auf nun 239 Milliarden US-Dollar von allen Anbietern am deutlichsten zulegen konnte. Die unverändert große Bedeutung des nordamerikanischen Geschäfts zeigt sich an der starken Stellung der US-Anbieter, die sieben der Top-10-Plätze belegen und mittlerweile in Schlagdistanz zur führenden UBS aufschließen konnten.

So verwaltet die UBS gegenwärtig knapp 2,1 Billionen US-Dollar, gefolgt von der Bank of America und Morgan Stanley mit 1,97 Billionen US-Dollar beziehungsweise 1,95 Billionen US-Dollar AuM. Die Credit Suisse als einziger weiterer europäischer Vertreter in den Top 10 muss sich im Vergleich zum Vorjahr der Royal Bank of Canada geschlagen geben und landet mit knapp 720 Milliarden AuM auf dem sechsten Rang.

Deutsche Bank fällt zurück

Die Deutsche Bank als einziger deutscher Anbieter in den Top 25 büßt der Studie zufolge mehr als 28 Prozent ihres verwalteten Vermögens ein und rutscht mit nun 227 Milliarden US-Dollar vom zehnten auf den 16. Platz ab.

Jenseits schierer Größe nimmt die Studie weitere Kennzahlen unter die Lupe, die die Schwierigkeiten der Wealth Manager widerspiegeln, ihre Kosten trotz wachsenden Compliance-Drucks weiter zu senken. Zwar legten die operativen Ergebnisse im Schnitt um gut 17 Prozent zu, während die Cost-Income-Ratio zum ersten Mal seit 2012 unter 80 Prozent fiel. Insgesamt stagnierten die Vorsteuergewinne jedoch bei 0,04 Prozent.

„Die Unternehmen stehen unter hohem Preisdruck, getrieben durch Regulierung, den Trend zu passiven Produkten und der Welle von neuen Geschäftsmodellen mit niedrigen Gebühren“, sagt Caroline Burkart von Scorpio Partnership.

Jedoch erlaube es der technologische Fortschritt den Anbietern, durch Prozessoptimierung weiter Kosten einzusparen und die Erträge zu steigern. Dies könne gelingen, indem die Unternehmen etwa Investitionen vornähmen, um Beratungsqualität und Kundenerfahrung zu verbessern, so Burkart weiter.


Über die Studie:
Für die Global Private Banking Benchmark 2017 von Scorpio Partnership wertete das Research-Unternehmen die öffentlich zugänglichen Daten der 200 weltweit größten Wealth Manager aus, die gemeinsam 16,9 Billionen US-Dollar an Vermögen verwalten.