Schwerpunkt deutsche Nebenwerte Fokus Fund Advisors legt Mischfonds auf

Ist zusammen mit Michael Busse Fondsinitiator des Mischfonds Fokus Fund Germany Plus: Sascha Gebhard

Ist zusammen mit Michael Busse Fondsinitiator des Mischfonds Fokus Fund Germany Plus: Sascha Gebhard

Fokus Fund Advisors und Universal-Investment starten mit dem Fokus Fund Germany Plus (ISIN: DE000A2DMVZ6) einen Mischfonds mit Schwerpunkt auf deutschen Nebenwerten. Das Fondsmanagement will einerseits Chancen in Nebenwerten nutzen. Andererseits will es die Schwankungsbreite des Portfolios in schwachen Marktphasen senken. Dafür werden die Cash-Quoten erhöht sowie Anleihen beigemischt, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Zu Absicherungszwecken kann das Management zudem in börsengehandelte Terminkontrakte anlegen, sogenannte Futures. Die Auswahl der Titel erfolge durch einen mehrstufigen Research-Prozess. Auch interessiert sich der Small- und Mid-Caps-Spezialist Fokus Fund Advisors für fundamental günstige Titel im europäischen Ausland.

Weiterhin zieht das Fondsmanagement Stimmungen und Erwartungen der Marktteilnehmer zu Rate: „Die Basispositionen des Fonds werden nach den klassischen Value-Kriterien ausgewählt, dabei wird vor allem Wert auf regelmäßige Dividendenzahlungen gelegt“, sagt Fondsberater Sascha Gebhard. Das Fondsvermögen werde aber auch in Wachstumstitel angelegt, bei dem Bilanzstärke und Innovationskraft der Unternehmen im Vordergrund stehen.

Eine Zusatzrendite soll durch eine Auswahl von Titeln in Sondersituationen erwirtschaftet werden. Dazu zählen beispielsweise Übernahmen, geplante zwangsweise Ausschlüsse von Minderheitsaktionären – sogenannte Squeeze-Outs – sowie Unternehmen, die regelmäßig Dividenden ausschütten. Eine deutlich geringer gewichtete Komponente, die aber einige entscheidende Hebel für das Portfolio bieten soll, seien Turnaround-Situationen.

Ein Anteil von bis zu zehn Prozent des Fondsvermögens soll in volatilen Marktphasen zusätzlich als Trading-Kapital genutzt werden. Situationen wie die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten oder der Brexit hätten im vergangenen Jahr gezeigt, dass man auch die Marktvolatilität aktiv für sein Portfolio nutzen sollte. Insgesamt werde hier eine Vielzahl an Strategien in einem Portfolio kombiniert.

„Auf der Rentenseite setzt der Fonds insbesondere auf Unternehmens- und Wandelanleihen, auch wenn sie wegen des aktuellen Zinsumfeldes untergewichtet werden“, so Gebhard. Die Fondsmanager orientieren sich bewusst nicht an Benchmarks. Sie würden sich auch sehr kleine Titel anschauen.

Langfristig strebt das Management einen Wertzuwachs von rund zehn Prozent im Jahr an, so die Angaben. Besonders in Krisenzeiten soll eine hohe Kasse-Position dem Portfolio Stabilität verleihen. Die Fondsinitiatoren Sascha Gebhard und Michael Busse würden zudem auch selbst signifikant in den Fonds investieren.

Die laufenden Kosten werden auf 1,7 Prozent jährlich geschätzt. Es gibt keinen Mindestanlagebetrag und der Ausgabeaufschlag falle bis zu 5 Prozent aus.