Schwellenländeranleihen Pimco verpasst nachhaltigem Rentenfonds neues Kleid

Einer von drei Fondsmanagern: Yacov Arnopolin ist leitender Vizepräsident von Pimco. | © Pimco

Einer von drei Fondsmanagern: Yacov Arnopolin ist leitender Vizepräsident von Pimco. Foto: Pimco

Die US-amerikanische Fondsgesellschaft Pacific Investment Management Company, kurz Pimco, hat einen bestehenden Nachhaltigkeitsfonds umgebaut und dessen Anlagekonzept stärker in Richtung nachhaltige Kriterien (Umwelt, Soziales, Governance) umgestrickt. Es geht um den vor neun Jahren aufgelegten Socially Responsible Emerging Markets Bond Fund. Pimco hat das Vehikel, dessen Anlagevolumen mit 680 Millionen Euro keineswegs gering ist, in den GIS Emerging Markets Bond ESG Fund konvertiert und umbenannt. Während der bereits bestehende Fonds eine reine Ausschlussliste verwendete, setzt Pimco in dem neuen Fonds einen umfassenderen ESG-Ansatz ein. 

Auch bei dem neu gestalteten Anlagevehikel setzt die Tochter der Allianz-Versicherung auf nachhaltige Anlagen in Schwellenländern. Dazu kombinieren die Fondsmanager Pimcos Strategie für Schwellenlandanleihen mit dem hauseigenen ESG-Ansatz. Letzterer dient der Bewertung der Anlagen und der Portfoliokonstruktion.

Ein Dreigespann erfahrener Anleger verwaltet den neuen Fonds. Am Ruder steht unter anderem Topmanager Yacov Arnopolin. Er ist leitender Vizepräsident (Executive Vice President) von Pimco. Daneben steuern auch Javier Romo, Senior-Vizepräsident (Senior Vice President), und Pramol Dhawan, Geschäftsführer (Managing Director) und globaler Leiter des Schwellenländer-Portfoliomanagement-Teams von Pimco den Fonds. 

Das Anlagetrio investiert in eine große Bandbreite von Anleihen, die in US-Dollar notieren. Emittenten dieser Anleihen sind staatliche und sogenannte quasi-staatliche Schwellenlandemittenten. Wenn die Gelegenheit günstig erscheint, investieren die Fondsmanager taktisch auch in „Lokalwährungsinstrumente“, also Anleihen, deren Heimatwährung nicht der US-Dollar ist.

Bevor die Fondsmanager Anlageentscheidungen treffen, bewerten sie die Emittenten auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten. Die ESG-Bewertung soll die Gesamtrendite des Fonds maximieren. In der Praxis will Pimco ein Portfolio von Schwellenländerinstrumenten konstruieren, „deren Emittenten ihren Fokus stärker auf ökologische, soziale und unternehmensführungs- sowie regierungsbezogene Nachhaltigkeitskriterien (ESG) richten“, wie die Fondsgesellschaft es formuliert. Konkret baut die Allianz-Tochter in die Wertpapieranalyse Ausschluss-, Evaluations- und Engagement-Komponenten ein, um „einen positiven Wandel“ zu unterstützen. 

Pimco vertreibt den GIS Emerging Markets Bond ESG Fund je nach Kundenanforderungen in verschiedenen Anlageklassen mit unterschiedlichen Währungen. Für institutionelle Anleger gibt es unter anderem eine währungsgesicherte Anteilsklasse (ISIN: IE00BDSTPS26). Dabei fallen Verwaltungsgebühren von 0,89 Prozent pro Jahr an. Ebenfalls währungsgesichert ist die Anteilsklasse E (ISIN: IE00BDTM8810) für nicht-institutionelle Anleger.