Asset-Management-Studie Schwellenländer liegen weit vorne

Finanzkrise 2008, regulatorische Veränderungen und der zunehmende Wettbewerb werden einen strukturellen Wandel in der Vermögensverwalter-Branche bewirken, die den Schwellenländern – allen voran in Asien – zugutekommt. Das ergab die Studie „Redefining Asset Management in New Realities" von Roland Berger Strategy Consultants.

In den vergangenen Jahren wuchs in Asien das verwaltete Vermögen um circa 7 Prozent jährlich auf derzeit knapp 15 Billionen Dollar. Dieser Trend setzt sich auch in Zukunft fort, meinen die Roland Berger-Analysten. Sie gehen davon aus, dass in Ländern wie China im Zuge des volkswirtschaftlichen Wachstums auch das verwaltete Vermögen bis 2015 um bis zu 14 Prozent jährlich zunehmen wird.

Allerdings werden wohl hauptsächlich einheimische Vermögensverwalter von dem Wachstum profitieren. „Nach wie vor ist Asset Management vor allem ein lokales Geschäft: Nur wenige internationale Geschäftsmodelle sind dauerhaft erfolgreich“, meint Olaf Toepfer, Partner von Roland Berger Strategy Consultants.

Gutes Wachstumspotenzial zeigen laut der Studie auch ausgewählte afrikanische Länder wie Nigeria und der Nahe Osten. Dort nahm das verwaltete Vermögen in den vergangenen Jahren um 10 Prozent jährlich auf knapp 2 Billionen Dollar zu.

Rückläufig zeigte sich hingegen der amerikanische Markt mit einem jährlichen Minus von rund 1 Prozent. Der deutsche Markt bleibt weiterhin stabil.

Nach der ersten Finanzkrise im Jahr 2008, bei der Anleger herbe Verluste hinnehmen mussten und massiv Mittel abzogen, stieg das weltweit durch Asset Manager verwaltete Vermögen bis 2010 wieder auf 76 Billionen Dollar an. Zwei Drittel davon, also mehr als 50 Billionen Dollar, entfielen auf institutionelle Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds.