ESG-Initiative in der Schweiz Schweizer Privatbanken mit gemeinsamen Nachhaltigkeits-Zielen

Schweizer Flagge über dem Züricher Paradeplatz, dem Sitz großer Schweizer Banken.

Schweizer Flagge über dem Züricher Paradeplatz, dem Sitz großer Schweizer Banken. Foto: Imago / Future Image

Die Vereinigung der Schweizer Privatbanken (VSPB) und die Vereinigung Schweizerischer Assetmanagement- und Vermögensveraltungsbanken (VAV) haben vor einem Jahr die Brancheninitiative Sustainable Finance initiiert. Nun hat sie über erste Fortschritte berichtet.

Ziel der Initiative ist, private und institutionelle Anlegerinnen und Anleger beim nachhaltigen Investieren zu unterstützen, und zu einer nachhaltigeren Wirtschaft beizutragen. Dafür haben die teilnehmenden Banken Prioritäten definiert, sie die seitdem umsetzen, entwickeln und überprüfen. An der Initiative beteiligen sich 23 Institute mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 2.200 Milliarden Schweizer Franken.

 

 

Der am Mittwoch publizierte Bericht analysiert den im Frühjahr 2022 gemessenen Fortschritt bei den Vermögensverwaltungsbanken, die bereits seit 2021 Teilnehmer sind. Gut vorangegangen sei es in den Bereichen Beratung, Ausbildung und Unterzeichnung der Uno-Prinzipien für verantwortliches Investieren (UN PRI) sowie Offenlegung im Einklang mit den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD). Die Verringerung der Treibhausgasemissionen benötige hingegen noch etwas Zeit, was auch daran liege, dass das Ziel verschärft worden sei.

„Wir sind mit den vorliegenden Resultaten zufrieden. Unsere Brancheninitiative Sustainable Finance ist auf gutem Weg, ihre Versprechen zu erfüllen. Der Bericht unterstreicht nicht nur den Willen und das Engagement aller Mitglieder, sich ernsthaft mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen, sondern zeigt auch erste konkrete Erfolge“, sagt Philipp Rickenbacher, Präsident der VAV.

Drei Prämissen der Initiative Sustainable Finance

Die Brancheninitiative Sustainable Finance hat von Anfang an drei Prämissen festgelegt:

"1. Die Vermögensverwaltungsbanken sind allein nicht in der Lage, das Problem des Klimawandels zu lösen. Dazu benötigt es eine gemeinsame Kraftanstrengung der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft. Doch die Vermögensverwaltungsbanken möchten ihren Beitrag dazu leisten und diesbezügliche Fortschritte messen und sichtbar machen.

2. Angesichts der sich kontinuierlich ändernden Regulierungen und Berechnungsmethoden (Taxonomie) sowie der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse werden die definierten Prioritäten regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

3. Die Brancheninitiative der VAV und VSPB ist eine offene Plattform, die weiteren Vermögensverwaltern, Banken und Finanzhäusern offensteht, die gewillt sind, die Brancheninitiative zu tragen und umzusetzen."