Die Vorteile der neuen SNB-Anlagepolitik sind:
1. Durch die Kombination von einem aktiven und passiven Investmentansatz, kann die Wahrscheinlichkeit der Erwirtschaftung einer indexunabhängigen Rendite in den Aktienanlagen erhöht werden.
2. Der Wettbewerb zu den externen Portfoliomanager bewirkt, dass nur die Besten die Umsetzung der Anlagepolitik bestimmen.
3. Die Chance einer Ausschüttung an die Kantone zu wahren.
4. Mögliche Verluste der wachsenden SNB-Bilanz und deren Folgen durch ein optimiertes Portfoliomanagement zu mindern.
5. Die SNB kann wertvolle Market-Intelligence sammeln.
6. Transfer von Know-How von den Portfoliomanagern zur SNB, was das SNB Anlagewissen für die Zukunft stärkt.
7. Der Bildung von Transparenz, die von einem großen Teil der Bevölkerung und Politikern gewünscht wird, wird damit Rechnung getragen.
Die SNB verbuchte für das Jahr 2013 einen Verlust von 9.1 Milliarden Franken. Sie kann deshalb zum ersten Mal in ihrer Geschichte (seit 1907) keine Dividende an die Aktionäre ausschütten und keine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone vornehmen.
Genug Gründe und Vorteile für Jordan, ein Überdenken der Verantwortlichkeit in der SNB-Anlagepolitik voranzutreiben.
„To improve is to change; to be perfect is to change often.“
Winston Churchill (1874 – 1965)
Über den Autor: Spiros Margaris ist Gründer und Geschäftsführer der Beratungsboutique Margaris Advisory. Er besitzt einen MBA von der Toronto University & EMBA der Universität St. Gallen (HSG) sowie über 20 Jahre internationale Berufserfahrung im Investment Management für institutionelle Kunden, Family Offices und HNWIs. Er veröffentlicht regelmäßig Aufsätze zu innovativen Lösungen und Strategien zu den Themen Banking und Asset Management.