Prämien statt Zinsen Schroders baut neues Anlagestandbein auf

Die Kunden des britischen Vermögensverwalters Schroders sollen Zugang zu Insurance Linked Securities (ILS) bekommen – Geldanlagen, bei denen sich Anleger quasi als Versicherung betätigen. Wie das Unternehmen mitteilt hat sich Schroders deshalb an dem Schweizer Spezialisten Secquaero Advisors Limited (Secquaero) beteiligt. Die in Freienbach ansässige und 2007 gegründete Secquaero verwaltet rund 215 Millionen Euro in zwei Insurance Linked Securities. Insurance Linked Securities sind festverzinsliche Wertpapiere, die Versicherungsrisiken verbriefen.

Noch in diesem Jahr will Schroders Insurance Linked Securities in einem regulierten Ucits-Produkt für deutsche institutionelle Anleger zugänglich machen. Anlageobjekte sind hauptsächlich börsennotierte Instrumente, wie zum Beispiel Katastrophenanleihen (Cat Bonds), aber auch Pandemierisiko- und Autoversicherungen.

In den vergangenen Monaten nutzten institutionelle Anleger verstärkt derartige Anlagen, um ihre Risiken besser zu streuen und die Rendite zu steigern. Einer Tsunami-Versicherung ist es egal, ob irgendwo eine Finanzkrise tobt, lautet das Kalkül. Solange kein Versicherungsfall eintritt, kassieren Anleger die Prämien aus den verbrieften Policen. Passiert etwas, muss er aus seinem Anlagevermögen Entschädigungen zahlen, kann aber anschließend eventuell die Prämien erhöhen.