„Schnelle Entwicklung im Privatkundensektor“ Saar LB stellt Privatkundengeschäft ein

Gunar Feth, stellvertretender Vorstandschef der Saar LB. | © Saar LB

Gunar Feth, stellvertretender Vorstandschef der Saar LB. Foto: Saar LB

Die Saar LB trennt sich von ihrem Geschäft mit Privatkunden. Man wolle sich als deutsch-französische Regionalbank auf die Betreuung des Mittelstandes ausrichten, erklärte das Institut am Montag in einer Mitteilung. Einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ zufolge geht es um etwa 3.000 Betroffene, ein Drittel davon aus der eigenen Belegschaft. Bleiben sollen unterdessen die vermögenden Privatkunden: Man werde das ganzheitliche Vermögensmanagement auch in Zukunft weiter anbieten, hieß es.

Als Grund für den Schritt nennt Gunar Feth, stellverstretender Vorstandschef des Instituts, laut Bericht die schnelle Entwicklung im Privatkundensektor. Noch sei die Saar LB in der Lage, ihren Privatkunden alle zeitgemäßen Dienstleistungen anzubieten. Auf Dauer sei man aber nicht in der Lage, dies noch für die geringe Zahl an Bestandskunden mitzumachen. Kunden fragen zunehmend, wann wir einen 24-Stunden-Service gewährleisten“, zitiert der Bericht Feth. „Den wird es bei uns aber nicht geben.“

Anders die Sparkasse Saarbrücken: Sie könne mit ihrem Spektrum für Privatkunden auch in Zukunft eine optimale Betreuung anbieten. Voraussetzung ist laut Mitteilung der Bank die jeweilige Zustimmung des Kunden. „Natürlich steht jedem Kunden frei, seine künftige Kontobeziehung frei zu wählen“, zitiert die Saarbrücker Zeitung Feth. Klar sei aber auch, dass diejenigen, die nicht wechseln wollen, am Ende nicht bei der Bank bleiben könnten. Ein Übergangsteam soll sicherstellen, dass der Wechsel reibungslos klappt.