Manfred Schlumberger verlässt die Fürstlich Castell'sche Bank zum 31. August 2026. Der Leiter Kapitalmarktanalyse gibt seine Aufgabe an Lukas Kreß ab, der im Fondsmanagement der Würzburger Privatbank tätig ist. Das teilte die Bank mit.
Kreß ist seit 2020 im Haus. Er begann als Werkstudent, arbeitete anschließend im Produktmanagement und wechselte im Oktober 2022 ins Portfoliomanagement, wo er unter anderem den Publikumsfonds Castell Global Opportunities betreut. Künftig soll er die Kapitalmarktanalyse und die nach außen gerichtete Kommunikation fortführen – jene Aufgabe, die Schlumberger seit seinem Eintritt geprägt hat.
Schlumberger war zum 1. September 2024 zur Fürstlich Castell'schen Bank gekommen. Damit verlässt er das Institut nach knapp zwei Jahren. Zuvor durchlief der promovierte Volkswirt mehrere Stationen in der Branche. Er war Chief Investment Officer der Berenberg Bank, Sprecher der Geschäftsführung des BHF Trust und Vorstandsvorsitzender des Asset Managers Starcapital. Zuletzt vor Würzburg arbeitete er als Geschäftsführer und Leiter Portfoliomanagement bei der Ha-Va Verwaltungsgesellschaft.
Was Schlumbergers nächste Station ist, teilte die Bank nicht mit. Er selbst kündigte an, sich neuen Aufgaben zuwenden zu wollen, den Kapitalmärkten aber verbunden zu bleiben: „Die Kapitalmärkte halten mich jung, sie sind meine Leidenschaft.“
Mit der Personalie will die Bank laut Pressemitteilung auch in dieser Position einen Generationswechsel vollziehen. Zugleich richtet das Haus seine nach außen gerichtete Kapitalmarktkommunikation neu aus. Inhalte sollen künftig gezielter jüngere Zielgruppen ansprechen und in zeitgemäßen Formaten vermittelt werden.
Die Fürstlich Castell'sche Bank mit Sitz in Würzburg wurde 1774 gegründet und gilt als älteste Privatbank Bayerns. Sie befindet sich im Besitz der Familien Castell-Castell und Castell-Rüdenhausen. Vorstandssprecher ist Ingo Mandt.