Schadensersatzprozess läuft weiter Kunstbetrüger Helge Achenbach kommt vorzeitig frei

Helge Achenbach: Der von ihm verursachte Schaden soll sich auf knapp 19 Millionen Euro belaufen. | © Thomas Struth

Helge Achenbach: Der von ihm verursachte Schaden soll sich auf knapp 19 Millionen Euro belaufen. Foto: Thomas Struth

Der ehemalige Kunstberater Helge Achenbach ist ab kommendem Monat wieder ein freier Mann. Das Landgericht Essen hatte Achenbach im März 2015 wegen Betruges am verstorbenen Aldi-Erben und Milliardär Berthold Albrecht zu sechs Jahren Haft verurteilt. Wegen guter Führung setzte das Landgericht Cleve die Haftstrafe nun zur Bewährung aus.

Achenbach hatte dem 2012 verstorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht sowie dem Pharma-Unternehmer Christian Boehringer beim Verkauf von Kunstwerken und Oldtimern verdeckte Preisaufschläge berechnet und Rechnungen gefälscht. Albrechts Witwe war nach dessen Tod auf Unregelmäßigkeiten in den Rechnungen gestoßen.

Ob und in welcher Höhe die Erben auf Schadensersatz hoffen können, ist noch unklar. Am morgigen Donnerstag steht vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf der nächste Verhandlungstermin zur Sache an. Achenbach hatte gegen ein erstes Urteil über knapp 19 Millionen Euro Schadensersatz aus dem Sommer 2017 Berufung eingelegt.