Rolle rückwärts Credit Suisse will zurück ins deutsche Wealth Management

Ulrich Meister, Vorstand für das Vermögensverwaltungsgeschäft von Credit Suisse

Ulrich Meister, Vorstand für das Vermögensverwaltungsgeschäft von Credit Suisse

Alles auf Anfang: Erst 2013 verkaufte Credit Suisse ihr in Deutschland gebuchtes Private-Banking-Geschäft an die Bethmann Bank, eine Tochter der niederländischen Bank ABN Amro. Nun will die Schweizer Großbank mittelfristig wieder mit eigenen Beratern der Sparte Vermögensverwaltung nach Deutschland zurückkehren, heißt es im Handelsblatt mit Bezug auf Hans-Ulrich Meister, Vorstand für das Vermögensverwaltungsgeschäft von Credit Suisse.

Die Idee sei, statt mit einer Vollbanklizenz nur mit einer aufsichtsrechtlichen Beraterlizenz wieder ins deutsche Onshore-Geschäft einzusteigen, so Meister am Rande der Bilanzpressekonferenz in Zürich. Die Mitarbeiter dürften dann zwar deutsche Kunden beraten, aber keine Gelder annehmen. Die sollen in Luxemburg verbucht werden.  

Das Jahr 2014 schloss Credit Suisse besser ab als erwartet. Im vierten Quartal lag der Reingewinn bei 921 Millionen Franken (873 Millionen Euro). Gut lief es dabei vor allem in der Vermögensverwaltung: Der Vorsteuergewinn verdoppelte sich 2014 auf 882 Millionen Franken (836 Millionen Euro). 4,4 Milliarden Franken (4,2 Milliarden Euro) sammelte das Schweizer Bankhaus bei reichen Privatkunden vor allem in den Schwellenländern ein.