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Rohstoffunternehmen als Teil der Lösung Rohstoffressourcen: Überbrückung der Kluft zu einer sauberen Zukunft

Rohstoffressourcen: Überbrückung der Kluft zu einer sauberen Zukunft

Foto: Barings

Bestrebungen, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, zielen in erster Linie auf Kohlenstoff ab, da dieser der größte Einzelverursacher von Treibhausgasen ist. Folglich ist die ressourcenintensive Bergbau-, Stahl- und Energiewirtschaft in die Kritik geraten, da sie durch den Kohleabbau, die Erdöl- und Erdgasförderung und die Stahlproduktion große Mengen an Kohlenstoff produziert. Unseres Erachtens lässt sich jedoch durchaus argumentieren, dass Rohstoffunternehmen Teil der Lösung – und nicht des Problems – sind, wenn es um die Bekämpfung des Klimawandels geht.

„Wir stehen an der Schwelle zu einem globalen Megatrend, und Ressourcen bilden das Herzstück der Lösung.“

Warum Rohstoffressourcen?

Das Erreichen von Netto-Null erfordert eine vollständige Umgestaltung des globalen Energienetzes.Dazu müssen Wind- und Sonnenenergie etwa 55 % der gesamten weltweiten Energieversorgung ausmachen, während es heute nur 6 %–7 % sind.[1] Das setzt massive Investitionen in erneuerbare Energien voraus, die sehr ressourcenintensiv sind. Ein Offshore-Windpark braucht zum Beispiel im Schnitt ungefähr fünfmal mehr Stahl als ein mit fossilen Brennstoffen betriebenes Kraftwerk an Land, das die gleiche Menge Energie erzeugt.[2] Viele Windkraftanlagen benötigen auch Schmiermittel aus Erdöl sowie Betonplattformen, die von Baustoffunternehmen stammen. Anders ausgedrückt: Wir stehen an der Schwelle zu einem globalen Megatrend, und Ressourcen bilden das Herzstück der Lösung.

Clive Burstow, Head of Global Resources

Zugleich haben zahlreiche Rohstoffunternehmen – in einigen Fällen schon seit Jahren – Schritte unternommen, um sauberere und sicherere Verfahren einzuführen. So gibt es in der Bergbauindustrie zwar tatsächlich schlechte Akteure, aber auch gute Unternehmen, die den Übergang zu einer nachhaltigeren, sichereren und effizienteren Industrie durch den Einsatz von Instrumenten wie innovativen Technologien und alternativen Brennstoffquellen unterstützen. Viele Stahlproduzenten setzen durch die Einführung von Wasserstoff in ihre Prozesse auch auf kohlenstoffarmen Stahl, während einige der großen Ölraffinerien und -produzenten ihre Cashflows aus dem Ölgeschäft in erhebliche Investitionen in Windkraft, Solarenergie, das Laden von Elektrofahrzeugen, Wasserstoff und mehr lenken.

Warum jetzt?

Klimaschutzlösungen brauchen Zeit. So werden beispielsweise vier Millionen Tonnen Kupfer zusätzlich benötigt, um den geschätzten Anstieg der Elektrofahrzeuge um 30 %–40 % bis 2030 zu bewältigen.[3] Es kann jedoch bis zu zehn Jahre dauern, eine Kupfermine in der benötigten Größe zu finden, zu bauen und in Betrieb zu nehmen.

Auch wenn das Ausmaß der Herausforderung in der Tat enorm ist, lassen sich die Probleme durch einen pragmatischen Ansatz sowohl bei Investitionen in als auch bei der Veräußerung von natürlichen Ressourcen lösen. Viele der Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Kosten für die Umstellung auf umweltfreundlichere Praktiken zu tragen, und benötigen Anreize – durch Preise und Rechtsvorschriften, aber auch durch die Finanzmärkte – um ihre positive Entwicklung fortzusetzen. Aus diesem Grund ist es unserer Meinung nach jetzt an der Zeit, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, um einen positiven Wandel herbeizuführen, anstatt bestimmte Branchen pauschal auszuschließen. Mit der richtigen Unterstützung liegt es nicht jenseits des Möglichen, dass einige der schlimmsten Emissionsverursacher von heute bis 2050 tatsächlich zu den saubereren Industrien gehören könnten. 

[1] Quelle: Deutsche Bank Research. Stand: September 2021.

[2] Quelle: Arcelor Mittal. Stand: Dezember 2020.

[3] Quelle: IPCC, BP. Stand: September 2020.

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