Risikokennzahlen auf dem Prüfstand, Teil 4 Alpha & Beta – wie man Glück von Können unterscheidet

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Eine glasklare Trennung gibt es sicher nicht, allerdings gibt uns auch hier wieder die Stabilität des Alphas einen Einblick in das Vermögen des Managements den Markt systematisch zu schlagen. Picken wir den besten Fonds aus den 1.000 Simulationen und berechnen das Alpha nicht mehr für den gesamten Zeitraum, sondern auf Basis eines Fensters von 5 Jahren.

Man erkennt, dass die Outperformance auf einigen extrem guten Phasen beruht und alles andere als stabil ist. Alle 1.000 Simulationen weisen ein sehr instabiles Alpha auf und lassen sich so als Produkt des Zufalls und damit Glücksspiel entlarven.
 
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Fazit

Ein aktiver Investmentfonds, welcher den Markt im Bullenmarkt um 10 Prozent schlägt und auf dem Rückweg 10 Prozent mehr abgibt, hilft keinem Investor. Nutzen Sie das Beta, um das Diversifikationspotential von Anlagen besser bewerten zu können. Behalten Sie dabei allerdings die Limitationen der einfachen Regressionsgraden stets im Hinterkopf.

Lassen Sie sich nicht von phantastischen Alpha-Werten beeindrucken und sehen Sie sich deren Beständigkeit im Zeitverlauf genauer an. Lassen Sie bei der Bewertung historischer Ergebnisse auch die Art des Managements einfließen. Gibt es systematische Prozesse und erfahrenes, konsequentes Management oder werden die Würfel jeden Monat neu geworfen?


Nützliche Excel-Funktionen:
=ACHSENABSCHNITT(Y:Y;X:X) -> Gibt den Achsenabschnitt (einfaches Alpha) einer Regressionsgraden von X (Markt) auf Y (Fonds) wieder
=STEIGUNG(Y:Y;X:X) -> Gibt die Steigung (einfaches Beta) einer Regressionsgraden von X (Markt) auf Y (Fonds) wieder

Bisher erschienene Artikel der Serie:
Volatilität – Die Mutter aller Risikokennzahlen
Sharpe Ratio – Was sie aussagt, und was nicht
Korrelation – Lässt sie uns im Ernstfall im Stich?


Über den Autor:
Paul Skiba verantwortet beim Vermögensverwalter BPM – Berlin Portfolio Management die Bewertung von Portfoliorisiken und Absicherungsstrategien. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und am University College Dublin sowie Finanzmathematik an der Cass Business School in London.

Für Fragen und Anregungen steht Herr Skiba gerne zur Verfügung: www.berlin-pm.com

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