Veränderung durch Mifid II Die Branche erfährt beim Research einen drastischen Umbruch

Drei der sechs Befragten zum Thema Research (v.l.): Manuel Hölzle, Uwe Burkert und Ulrich Ronge | © GBC, LBBW und Knoesel & Ronge

Drei der sechs Befragten zum Thema Research (v.l.): Manuel Hölzle, Uwe Burkert und Ulrich Ronge Foto: GBC, LBBW und Knoesel & Ronge

Wertpapierfirmen, die unabhängige Anlageberatung oder Portfolioverwaltung erbringen, dürfen 2018 kein Research mehr von Drittanbietern nutzen, ohne dafür zu bezahlen. Kostenloses Investment-Research gilt unter Mifid II als Zuwendung, die auch Fondsanbieter und Vermögensverwalter nicht mehr annehmen dürfen.

Dieses Jahr ist Research für Broker-Häuser noch ein einträgliches Geschäft. Und karo-einfach dazu: Es werden so viele Investoren wie möglich auf die Verteiler genommen. Wer eine gute Idee hat, wird per Orderplatzierung belohnt. Künftig erfährt die Branche einen drastischen Umbruch.

Anbieter und Wertpapierfirmen erwarten einen Rückgang der Ausgaben für Research-Kosten zwischen 10 und 30 Prozent, so das Ergebnis einer Umfrage der Beratungsfirma Oliver Wyman. Schätzungen des Beratungsunternehmen McKinsey zufolge geben die zehn größten Banken auf der Verkäuferseite derzeit 4 Milliarden US-Dollar jährlich für Analysen aus – diese Summe soll in Folge des Verbots von kostenlosem Research um 30 Prozent zurückgehen.

Wie verschiedene Marktteilnehmer die künftige Lage beim Thema Research unter Mifid II ab 2018 einschätzen, lesen Sie in sechs Kurz-Interviews.