Renditelift Kanadischer Pensionsfonds steigt bei deutschem Aufzugsbauer ein

Aufzugstechnik ist ein planbares Geschäft. Auch der Lift in der Eingangshalle des Pariser Konzertsaals Salle Pleyel muss regelmäßig gewartet und instand gehalten werden.  | © Getty Images

Aufzugstechnik ist ein planbares Geschäft. Auch der Lift in der Eingangshalle des Pariser Konzertsaals Salle Pleyel muss regelmäßig gewartet und instand gehalten werden. Foto: Getty Images

Auf der Suche nach langfristigen Anlagemöglichkeiten mit stabilen Erträgen ist der kanadische Pensionsfonds Public Sector Pension Investment Board (PSP Investments) Ende 2018 in Süddeutschland fündig geworden. Der im Jahr 1999 gegründete Manager von Pensionsanlagen kauft dem Finanzinvestor Bain eine Minderheitsbeteiligung am Aufzughersteller Wittur ab.

Die Wittur-Gruppe ist Hersteller und Zulieferer von Komponenten für den Aufzugsbau. Nach dem Einstieg bei Wittur wollen die Eigner PSP und Bain Capital eng zusammenarbeiten. Bain Capital hatte Wittur 2014 vom Finanzinvestor Triton übernommen. Medienberichten zufolge soll Bain damals rund 600 Millionen Euro gezahlt haben. Wittur wurde 1968 gegründet und unterhält mit seinen 4.600 Mitarbeitern weltweit über 16 Werke. Der Umsatz betrug 2017 rund 777 Millionen Euro.

Mit einem verwalteten Vermögen von 153 Milliarden Dollar gehört PSP zu den größten Pensionseinrichtungen Kanadas. Die Kanzlei Linklaters stand den Nordamerikanern bei der Transaktion beratend zur Seite, während die Verkäuferin von den Juristen von Hengeler Mueller unterstützt wurde.

Nutznießer der von PSP verwalteten Pensionsanlagen sind unter anderem die Beschäftigten des öffentlichen Sektors in Kanada, Soldaten sowie Polizisten. PSP beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiter. Sie verwalten ein weltweit gestreutes Kapitalanlageportfolio. Darin enthalten sind Anlagen an öffentlichen Märkten, Privatmarktanlagen, Immobilien, Infrastruktur, Rohstoffe sowie Privatmarktfinanzierungen