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Schwellenländer und Nebenwerte Renditechancen abseits der US-Mega-Caps

Tradition und Moderne im südwest-chinesischen Guiyang

Tradition und Moderne im südwest-chinesischen Guiyang: Auf der Suche nach interessanten Anlagemöglichkeiten sollten Investoren auch die Schwellenländer und kleinere US-Werte in den Blick nehmen. Foto: IMAGO / VCG

Luke Barrs, Leitender Portfoliomanager

Anleger sehen sich in den kommenden Jahren insbesondere zwei strukturellen Herausforderungen gegenüber: Niedrigen Zinsen und einem beschleunigten Wandel. Die immer schneller fortschreitende Disruption, die eine Neuordnung der Märkte zur Folge hat, könnte eine wichtige Quelle langfristiger Renditen für Investoren sein – wenn sie auf der richtigen Seite positioniert sind. Eine zukunftsgerichtete aktive Strategie ist unseres Erachtens entscheidend dafür, frühzeitig auf innovative Unternehmen zu setzen, die eine Disruption an den Märkten erzeugen – und jene zu meiden, die davon gefährdet sind.

Denn das Innovationstempo hat sich beschleunigt. Ein Paradebeispiel ist der Wandel durch den technologischen Fortschritt: Allein in den vergangenen fünf Jahren hat der globale Technologiesektor den MSCI World um 154 Prozent übertroffen, während die meisten anderen Branchen schlechter abgeschnitten haben als der breite Markt. Der US-Index S&P 500 wird mittlerweile von seinen fünf größten Unternehmen dominiert. Dabei handelt es sich durchweg um Technologie-Mega-Caps: Sie machen 22 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung aus. Apple alleine ist mehr wert als die im DAX 30 gelisteten Unternehmen.

Ganz andere Technologieführer als vor zehn Jahren

Diese hohe Konzentration stellt aus mehreren Gründen ein Risiko dar. Erstens zeigt die Vergangenheit, dass derartige Ungleichgewichte dem „Mean Reversion“-Effekt unterliegen: Das Technologie-Ökosystem ist dynamisch und für häufige Wechsel unter den führenden Unternehmen bekannt. Mit Ausnahme von Microsoft handelt es sich bei den Technologieführern von heute um ganz andere Unternehmen als vor zehn Jahren. Viele der derzeitigen Mega-Caps weisen zwar langfristige Wachstumsfaktoren auf, einige ihrer Absatzmärkte sind jedoch bald gesättigt: Mittlerweile besitzen weltweit mehr Menschen ein Smartphone als eine Zahnbürste und Online-Reklame macht mehr als 50 Prozent des globalen Werbemarkts aus. Kaum überraschend hat die Dominanz einiger Unternehmen zu steigenden Risiken geführt – darunter die genaue Beobachtung und Forderungen nach mehr Regulierung seitens Regierungen weltweit.

Die Konzentration auf nach Marktkapitalisierung gewichtete passive Anlagen könnte unserer Ansicht nach zu riskant für viele Anleger sein. Aktives Management ist Risikomanagement. Ebenso wichtig: Wenn nach Marktkapitalisierung gewichtete Indizes gezwungen sind, ihr Kapital auf so wenige Aktien zu verteilen, könnten passive Anleger neue Chancen verpassen, wenn sich das Wachstum breiter verteilt.

Technologischer Fortschritt ist für einen Großteil des Wachstums der vergangenen zehn Jahre verantwortlich. Das bescherte vielen Technologieaktien ordentliche Renditen – hauptsächlich den Papieren US-amerikanischer Tech-Giganten. Mittlerweile weitet sich die Entwicklung jedoch auf kleinere Unternehmen, andere Länder inklusive der Schwellenländer und viele andere Sektoren außerhalb der Informationstechnologie aus. Anleger sollten daher nicht nur die großen Unternehmen am US-Markt im Blick haben. Denn der technologische Fortschritt befindet sich an einem Wendepunkt. Dieser wird unserer Ansicht nach dazu führen, dass weitere Sektoren und Regionen profitieren werden.

Small- und Mid-Caps vor einer Stärkephase?

Anleger, die in die nächste Generation von Innovatoren investieren möchten, sollten auch Nebenwerte, sogenannte Small- und Mid-Cap-Aktien (SMID), von US-Wachstumsunternehmen und Schwellenländeraktien in Erwägung ziehen. Das letzte Mal wies der US-Aktienmarkt Anfang der 2000er-Jahre eine ähnlich hohe Konzentration an Mega-Caps auf wie aktuell. Darauf folgte ein Jahrzehnt, in dem Papiere aus den aufstrebenden Volkswirtschaften und SMID-Aktien von US-Wachstumsunternehmen eine Outperformance lieferten.

Etwa 60 Prozent des breiten US-Nebenwerte-Index Russell 2500 Growth entfallen auf Informationstechnologie und das Gesundheitswesen – innovative Sektoren mit zahlreichen Wachstumsunternehmen und viel Liquidität –, während dieser Anteil beim S&P 500 lediglich rund 40 Prozent beträgt. Zwar sind die Bewertungen des Russell 2500 Growth nicht gerade billig. Wir halten sie aber angesichts starker Fundamentaldaten und Wachstumsaussichten für angemessen. Die Konsenserwartungen für das Gewinnwachstum 2021 liegen für den Russell 2500 Growth bei 57 Prozent, im S&P 500 erwarten die Analysten ein Plus von 22 Prozent.

Selektivität bleibt entscheidend

Es ist offensichtlich, dass eine unterschiedliche Verteilung der Renditemöglichkeiten über Länder, Sektoren und Branchen mit voller Wucht zurückgekehrt ist. In den vergangenen Jahren haben sich Anleger daran gewöhnt, von Ländern oder Sektoren als einem homogenen Bereich des Gesamtmarkts zu sprechen. Unserer Ansicht nach befinden wir uns nun ganz klar in einem Paradigmenwechsel, in dem sich diese Denkweise überholt hat. Der S&P 500 ist zum Aushängeschild dieser Entwicklung geworden, bei der einige wenige Aktien – die Technologieriesen – die Marktrenditen ganz allein bestimmt haben.

Unserer Erfahrung nach ist es am besten, sich nicht vom Überschwang in bestimmten Marktbereichen mitreißen zu lassen. Vielmehr gilt es, jede Anlageentscheidung und jedes Unternehmen einzeln zu betrachten, um ein ausgewogenes Portfolio zu erhalten, das unsere nach einem Bottom-up-Ansatz gewonnenen Überzeugungen widerspiegelt. Wir sind aber überzeugt, dass die vier Megatrends technologischer Fortschritt, New-Age-Verbraucher, Zukunft des Gesundheitswesens und ökologische Nachhaltigkeit strukturell von Veränderungen der Konsumgewohnheiten aufgrund der Covid-19-Pandemie profitieren werden.

Wichtige Informationen:

Bei diesem Dokument handelt es sich um Finanzwerbung, die von der Goldman Sachs Bank Europe SE („GSBE“), unter anderem über ihre zugelassenen Filialen, verbreitet wird. GSBE ist ein in Deutschland ansässiges Kreditinstitut und steht innerhalb des einheitlichen Aufsichtsmechanismus, der von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, deren amtliche Währung der Euro ist, eingeführt wurde, unter der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank und in anderer Hinsicht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

Das eingesetzte Kapital ist Risiken unterworfen. Nähere Informationen zu den Risiken, die mit einer Anlage in den Teilfonds verbunden sind, entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Risikohinweise des Verkaufsprospekts. Im vorliegenden Dokument enthaltenen Konjunktur- und Marktprognosen dienen zu Informationszwecken und gelten zum Datum des vorliegenden Dokuments. Es gibt keine Gewähr dafür, dass die Prognosen auch tatsächlich eintreffen.