UBS-Studie Rekordzahl von Family Offices will strategische Allokation ändern

UBS-Studie
Rekordzahl von Family Offices will strategische Allokation ändern
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Maximilian Kunkel von der UBS

Maximilian Kunkel, Chefanlagestratege der UBS in Deutschland Bildquelle: UBS

Die UBS hat den Global Family Office Report 2026 veröffentlicht. Die Studie basiert auf einer weltweiten Befragung von 307 Family Offices aus mehr 30 Ländern mit einem durchschnittlichen Nettovermögen von 2,7 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis: 60 Prozent der Befragten weltweit planen in den kommenden zwölf Monaten Änderungen ihrer strategischen Asset-Allokation – der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen. Ziel ist es dabei, das Vermögen resilienter aufzustellen. 

Grafik: Strategische Asset Allocation weltweit

Bildquelle: UBS

Europaweit geben sogar 67 Prozent der befragten Family Offices an, ihre Strategie anzupassen. Diese Änderungen erfolgen nicht abrupt. Statt kurzfristiger Umschichtungen setzen die Family Offices auf eine breitere Streuung über Anlageklassen, Regionen und Währungen.

Das betont Maximilian Kunkel, Chefanlagestratege von UBS in Deutschland: „Geopolitische Unsicherheit, Konzentrationsrisiken und der Wunsch nach mehr Resilienz veranlassen eine Rekordzahl an Family Offices, strategische Veränderungen ins Auge zu fassen. Diese sehen keinen Abbau von Aktien vor. Vielmehr steht eine breitere Diversifikation in Portfolios, bei den Währungen und Buchungszentren im Vordergrund.“

Grafik: Strategische Asset Allocation Europa 

Bildquelle: UBS

Skepsis gegenüber US-Dollar nimmt zu

Besonders auffällig ist die wachsende Skepsis gegenüber dem US-Dollar: 65 Prozent der Befragten erwarten eine Abschwächung seiner Rolle als globale Reservewährung und prüfen verstärkt Alternativen wie Euro und Schweizer Franken.

KI als herausragendes Investment-Thema 

Künstliche Intelligenz bleibt das führende Anlagethema. 65 Prozent der Family Offices sind in dieser Branche bereits entlang der gesamten Wertschöpfungskette investiert – von Infrastruktur über Software bis hin zu Halbleitern – und planen, dieses Engagement beizubehalten oder weiter auszubauen.

Als strukturelle Herausforderung identifiziert der Report weiterhin die Nachfolgeplanung. Trotz zunehmender Professionalisierung bestehen Lücken bei Governance und der Einbindung der nächsten Generation. „Dies stellt ein zentrales Risiko mit Blick auf den bevorstehenden globalen Vermögenstransfer dar“, erklärt Kunkel zu den Ergebnissen.

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