Razzia in Berlin und Köln Bafin und Polizei filzen Goldhändler

Goldbarren: Die Ermittler fanden vier Tonnen vermeintliches Gold bei ihren Durchsuchungen. (Foto: Getty Images)

Goldbarren: Die Ermittler fanden vier Tonnen vermeintliches Gold bei ihren Durchsuchungen. (Foto: Getty Images)

Die Polizei Berlin und die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (Bafin) haben am vergangenen Mittwoch in Berlin und Köln mehrere Firmen, Geschäftsräume und Wohnungen durchsucht. Die Aktion steht im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den Bund Deutscher Treuhandstiftungen. Der Vorwurf: Gewerbsmäßiger Betrug sowie der Verstoß gegen das Kreditwesengesetz (KWG), wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin mitteilten.

Der Verein, der auch unter dem Namen „Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung“ oder „BWF-Stiftung“ auftritt, soll Anlegern angeboten haben, physisches Gold zu kaufen. Zugleich verpflichtete sich der Verein, das Edelmetall nach Ablauf der Vertragslaufzeit zum ursprünglichen Kaufpreis zurückzukaufen. Der Bund betrieb das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der Bafin.

Laut Bafin sollen etwa 6.500 Kunden sowie Anlegervermögen von rund 48 Millionen Euro betroffen sein. Nach derzeitigen Erkenntnissen des Landeskriminalamtes Berlin wurde ein Teil der Summe unterschlagen, weil mit ihr kein Gold gekauft wurde. Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen zehn Personen.

In Berlin stellten die Beamten etwa vier Tonnen vermeintliches Gold sowie Computer und Geschäftsunterlagen sicher. Wie hoch der Feingehalt des Goldes ist oder ob es sich um Fälschungen handelt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Bafin hat dem Bund Deutscher Treuhandstiftungen verboten, weitere Einlagengeschäfte zu tätigen und den Verein aufgefordert, die verbotenen Geschäfte abzuwickeln.