„Rapide Metamorphose“ Morgan Stanley sieht Kryptowährungen als institutionelle Anlageklasse

Bitcoin & Co spielen laut Morgan Stanley für institutionelle Anleger eine zunehmend wichtige Rolle.  | © Pixabay

Bitcoin & Co spielen laut Morgan Stanley für institutionelle Anleger eine zunehmend wichtige Rolle. Foto: Pixabay

Institutionelle Investoren spielen im Bereich der Kryptowährungen eine zunehmende Rolle, während das Interesse von Privatanlegern eher stagniert. Das geht aus einem aktuellen Bericht hervor, den die Forschungsabteilung von Morgan Stanley verfasst hat.

Darin blickt die Großbank auf die Entwicklung von Kryptowährungen der vergangenen sechs Monate zurück. Bei der Untersuchung handelt sich um ein Update der von Morgan Stanley im Jahr 2017 erstellten Einführung „Bitcoin Decrypted! A Brief Teach-in and Implications“. Das Papier geht verschiedenen Thesen nach, die den Blick des Unternehmens auf Bitcoin bislang bestimmten, und falls vorhanden, auch die jeweiligen Reaktionen des Krypto-Markts. Morgan Stanley spricht von einer Evolution der Thesen und einer „rapiden Metamorphose“ des Bitcoin.

Die Autoren stellen die These auf, dass der die Kryptowährung einen Wandel vollzogen habe und seit rund einem Jahr als „neue institutionelle Investment-Klasse“ betrachtet werden könne. Das über alle Kryptowährungen hinweg verwaltete Kryptovermögen (crypto assets under management) ist in den vergangenen drei Jahren stark angewachsen und wird heute auf immerhin 7,11 Milliarden Dollar beziffert. Laut dem Portal „btc-echo“ entfallen jeweils 48 Prozent auf Hedgefonds und Wagniskapitalfirmen und drei Prozent auf außerbörsliches Eigenkapital. Der Report nennt zudem eine Reihe von Beispielen, die das wachsende Interesse der institutionellen Seite belegen sollen. Die Liste wird von Fidelity angeführt, der mit Plänen für einen Krypto-Trrading-Desk für Aufsehen gesorgt habe.

Ein Investment in Kryptowährungen stellt institutionelle Investoren vor eine Reihe von Herausforderungen. Morgan Stanley nennt drei Aspekte, mit denen sich die Großanleger konfrontiert sehen: herrschende regulatorische Unsicherheit wird ebenso ins Feld geführt wie ein Mangel an regulierten Verwahrmöglichkeiten. Last but not least mangele es derzeit noch an großen finanziellen Institutionen und Asset Managern, die in den Markt investiert sind.